Aug 2 2008

…Grüße aus Moskau

Aus meinem Posteingang, ohne weitere Worte:

Sehr geehrter Leser,

vor einem Jahr hat mein russischer Freund einen gebrauchten Mercedes-Benz ML270CDI, Baujahr 2002, vom Autohandler Bielefeld-Automobile in Delmenhorst, Deutschland, gekauft,

Seit er in Russland ist, war der Wagen dauernd defekt und die Reparaturkosten waren hoher als der eigentliche Wert des Autos.

Nun funktioniert auch die Bremse nicht mehr korrekt. Das Auto bremst plotzlich und die Warnsignale brennen wahrend der ganzen Fahrt. Er benutzt den Wagen seit einigen Monaten nicht mehr, da es sehr gefahrlich ist.

Reparaturearbeiten in den Mercedes-Benz-Centern in Russland sind ausgesprochen teuer, man sagte ihm, um ein mehrfaches als in Deutschland. Davon abgesehen gibt es dort, wo er lebt, kein Mercedes-Benz- Center.

Daher sucht mein Freund einen Spezialisten aus Deutschland, der nach Russland (160 km sudlich von Moskau) kommen, den Wagen durchchecken und das technische Problem losen kann. Er wird den Flugpreis und die Reparatur bezahlen, Sie kostenlos beherbergen und Ihnen alle schonen Orte in seiner Region zeigen.

Vor kurzem hat die Volkswagen AG eine grosse KFZ-Fabrik in der Gegend, in der er wohnt, erbaut. Viele Spezialisten aus Deutschland kamen zu dieser Fabrik. Sie sind sehr nett, klug und freundlich. Sie haben Kinderspielplatze in der Stadt gebaut, viele Baume gepflanzt und noch viele andere wundervolle Sachen fur die Stadt Kaluga getan. Die Einwohner von Kaluga sind daruber sehr glucklich, da die lokalen Behorden dies seit vielen Jahren nicht bewerkstelligen konnten.

Mein Freund bedauert es sehr, den Mercedes gekauft zu haben. Wenn das Auto repariert ist, will er es sofort verkaufen und den VW kaufen. Sein Nachbar hat seit zehn Jahren einen alten VW Golf und hatte niemals solche Probleme.

Wenn Sie nach Russland kommen und den Wagen reparieren konnen, setzen Sie sich bitte telefonisch mit ihm unter +7-960-514**** [Rufnr. d.Red. bek.] in Verbindung, es wird Russisch gesprochen.

Wir hoffen, bald von Ihnen zu horen !

Aleksei

Flattr this!


Apr 9 2008

Netzmeisterei

Dank dem im letzten Jahr eingeführten Elterngeld leiste ich mir derzeit den Luxus, zwei Monate nicht zur Arbeit zu gehen, sondern intensiv Zeit mit meinem Sohn zu verbringen. Da der aber immer noch etwa 13 Stunden am Tag schläft, habe ich hie und da ein paar freie Minuten, in denen ich mich endlich mal wieder den von mir freundschaftlich betreuten Internetauftritten widmen kann.

Just in dieser Zeit wurde leider die Homepage der Fachschaft Amerikanistik von einer Trackback-Spamwelle hinfortgespült: mein Provider hat zuerst kurzfristig den Datenbankzugriff verhindert und schließlich meinen Account wegen Überlastung „strafversetzt“, weshalb ich die Website erstmal offline genommen habe, bis sich die Fachschaft bei mir meldet, um Alternativen zu überlegen – falls überhaupt gewünscht. Mit der kommerziellen Forensoftware IP.Board geht es jedenfalls nicht weiter, solange die jährlichen Lizenzkosten nicht gezahlt werden und ich daher keine Sicherheitspatches mehr beziehen darf. Es gibt zum Glück kostenfreie, ganz brauchbare Alternativen, vor allem das Simple Machines Forum gefällt mir sehr gut. Ich kenne es schon über ein Jahr von meinem virtuellen Stammtisch bei Hell Is Other People.

Auch eine andere Website, die ich betreut habe, wurde heute zu Grabe getragen: 1-800-splattertainment.org hat seine Inhalte aus dem Netz genommen und harrt der Domainfreigabe. Die Leser müssen nun zwar auf die kürzesten Filmkritiken, die ich je gelesen habe, verzichten, aber Rudolf Inderst führt derweil ein eigenes Blog, neben seinen Veröffentlichungen beim Filmspiegel. Mal sehen, ob die anderen Autoren es ihm gleichtun.

In Zusammenhang mit den massiven Zugriffen auf amerikanistik.org sind mir die Logfiles des Webservers eingefallen, die ich seit Jahren brav sammle. Ich habe noch keine gute Auswert-Software für diese Logfiles ausfindig gemacht und mir heute einen kurzen Überblick über freie Analysetools verschafft. Da ich mit dem heillos veralteten Webalyzer, der mir von meinem Hoster angeboten wird, so gar nicht zufrieden bin, werde ich nun AWStats ausprobieren, das mir sehr brauchbar erscheint. Wohlgemerkt geht es um die Auswertung von Logfiles, für Live-Statistiken und dergleichen gibt es neben Google Analytics andere gute Lösungen wie beispielsweise chCounter, welches man selbst hostet.

Und schließlich suche ich derzeit auch nach einem guten Redaktionssystem (CMS) für kleinere Projekte in der Familie. Voraussetzungen: natürlich muss es bei meinem Hoster laufen können (PHP, Perl, Python, Ruby, MySQL), ich muss mich schnell einarbeiten können, einige sinnvolle Features wie Rechteverwaltung, SEO-Optimierungen und Security-Features sollten an Bord oder leicht nachrüstbar sein, es sollten barrierefreie Seiten möglich sein, und kostenlos sollte es sein.
Bisher habe ich erste Erfahrungen mit dem vielgelobten Drupal gesammelt (unter anderem bei 1-800-splattertainment), es ist mir aber zu ‚anders‘ in der Bedienung – zumindest in der Version 4, weiter bin ich noch nicht gekommen. Das liegt wohl an der Ausrichtung am Taxonomie-System, was sicherlich zeitgemäß ist, mir aber doch sehr viel Umgewöhnung abverlangt.
Daher habe ich mich weiter umgesehen und bin recht häufig auf ein relativ neues Projekt namens TYPOlight gestoßen. Es ist anders als man erwarten würde keine abgespeckte Version des übermächtigen Typo3, sondern ein eigenständiges, leicht zu installierendes, leicht zu begreifendes und dennoch gut ausgestattetes Content Management System des deutschen Entwicklers Leo Feyer. Das Backend ist geradlinig, die Rechteverwaltung sehr detailliert, die Anleitung verständlich. Mein erster Eindruck ist durchweg positiv, ich werde das anstehende Projekt mal damit umsetzen und sehen, ob sich das bestätigt.
Bei der Suche bin ich auch auf andere Systeme gestoßen, die eine Erwähnung wert sind: CMS Made Simple, CMSimple, MODx, Der Dirigent und e107 können sich ebenfalls sehen lassen.

So, jetzt gehts wieder zurück zum Tüfteln und Basteln.

Flattr this!


Feb 23 2005

Dosenschinken

Welchem Meisterplan folgen eigentlich Spammer? Ganz konkret: dieses Blog erlebt gerade mal den dritten Tag im Internet, und schon hatte es zwei vermutlich automatisierte Besucher, die zu jedem Beitrag mehr oder weniger sinnfreie Kommentare verfasst haben. Sind neue Blogs eine gute Plattform für fremdsprachige Werbung einer fremdsprachigen Seite? Sind diese Spammer nur „gewitzte“ Hacker, die auf mögliche Sicherheitslücken in Webskripten hinweisen wollen? Zahlt wirklich jemand Geld dafür, dass für ein paar Minuten oder Stunden ein Link in den Kommentaren eines Blogs auftaucht (gäbe es die Moderationsfunktion nicht)?

Generell will mir nicht in den Kopf, wie unerwünschte Werbung zu Erfolgen führen soll, egal welches Medium sie nutzt. Aber da hat die Spammerindustrie sicher existenzberechtigende Argumente parat. Grrrr.

Flattr this!