Sep 23 2009

Google Sync jetzt mit GMail-Unterstützung – Push Mail

Gestern hat Google offiziell die Erweiterung des Google Sync bekanntgegeben, welches nun neben Kontakten und Terminen auch endlich Mails syncen kann. Da das Ganze über das Exchange-Protokoll funktioniert, kommen die Mails im Push-Verfahren an – klasse! Das Ganze funktioniert auch, wenn man Google Apps nutzt, was praktisch ist, um die GMail-Oberfläche für Mailadressen der eigenen Domain zu nutzen.

Für ein perfektes Google Sync fehlt jetzt nur noch die Unterstützung von mehreren Kalendern unter Windows Mobile – auf dieser Seite steht zwar „Using your Windows Mobile device’s native calendar, you can now access multiple Google calendars, and be alerted for upcoming appointments with sound or vibration“, ich habe es aber noch nicht geschafft, mehr als den eigenen Kalender zu synchronisieren. Vermutlich ist der Text einfach nur vom iPhone-Text kopiert worden, wo das ja bereits seit der ersten Version geht.

Als Alternative gäbe es neben den bereits erwähnten Möglichkeiten auch NuevaSync, das einen eigenen Exchange-Server zu betreiben scheint. Allerdings fließen die persönlichen Daten dann auch noch durch einen weiteren Dienstleister.

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Mrz 18 2009

Mehrere Google Kalender mit Windows Mobile synchronisieren

Wie ich vor kurzem berichtet habe, gibt es zwar eine offizielle Möglichkeit, den Google Kalender mit dem Windows Mobile-Handy zu synchronisieren, allerdings ist sie auf den Hauptkalender beschränkt. Da ich aber meine privaten Termine für die schnelle Unterscheidung der Kategorien in mehrere Kalender aufgeteilt habe, um sie in unterschiedlichen Farben anzeigen zu können, und um so auch verschiedene gemeinsam geführte Kalender nutzen zu können, ist diese Funktion nicht brauchbar, auch wenn ich die Lösung, es über einen simulierten Exchange-/ActiveSync-Zugriff abzugleichen, recht elegant finde.
So habe ich mich jedenfalls mal auf die Suche nach Alternativen gemacht, und bin neben etablierten kostenpflichtigen Lösungen wie OggSync, GooSync und SyncMyCal, die teilweise auch eingeschränkte Freeware-Versionen anbieten, auch auf kostenlose Produkte gestossen. Manche davon werden nicht mehr weiterentwickelt, z.B. GMobileSync, aber das Projekt ActiveGcSync (in Version 2 Beta), das wohl noch aktiv ist, habe ich jetzt mal ausprobiert. Neben multiplen Kalendern kann man auch Kontakte abgleichen, dafür gefällt mir aber die Google-eigene Lösung wegen der Offboard-Suche für selten benötigte Kontakte besser. Die zu synchronisierenden Kalender kann man bequem aus einer Liste auswählen. Dazu gibt man noch an, wie häufig abgeglichen werden soll, und wieviele Tage im Voraus heruntergeladen werden sollen.
Die Kalender werden im Pocket Outlook sinnvollerweise als Kategorien angelegt, was die weitere Verarbeitung (farbliche Kennzeichnung in PocketInformant, automatische Klingelprofilwechel in phoneAlarm) sehr einfach macht. Bisher sind mir noch keine Probleme untergekommen, außer dass die Synchronisation recht lange dauert. Mal sehen, was die intensivere Nutzung über die nächsten Tage noch so zum Vorschein bringt.

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Feb 22 2009

Neues rund um den Touch HD

Nachdem ich bisher nur eine Ankündigung für den Touch HD (bei mir heißt es der HD) und einen kleinen Hinweis auf den Erwerb desselben verfasst habe, heute mal ein Status Quo-Bericht nach drei Monaten Nutzung mit interessanten Programmen, Tools und Projekten rund um das Gerät.

Wie schon erwähnt ist der Sprung vom xda orbit 2 nicht so groß gewesen wie gedacht und vielleicht hätte ich auch noch die Entwicklungen in diesem Jahr abwarten können, denn mit den neuen Gigahertz-CPUs wie im Toshiba TG01 wird es eine echte neue Geräte-Generation geben. Andererseits erwarte ich Windows Mobile 7 nicht vor 2010, von daher ist dieses Jahr sowieso nur ein Übergang. Und letztlich reize ich den HD nicht aus, aber ich benutze ihn im Alltag ganz selbstverständlich und ohne großen Ärger, und das zeichnet ihn aus.
HTC hat derweil auf dem Mobile World Congress in Barcelona zwei neue Modelle vorgestellt, den Diamond2 („Topaz“) und den Touch Pro2 („Rhodium“), die nun ebenfalls mit WVGA-Auflösung aufwarten. Wirkliche Vorteile gegenüber dem HD bieten die Geräte nur, wenn man ein kleineres Handy oder eine Hardware-Tastatur haben möchte. Die Softwarebeigaben jedenfalls bleiben dem HD wohl nicht vorenthalten, zumindest wenn man sich nicht scheut, seine Garantie aufs Spiel zu setzen (im unwahrscheinlichen Fall, dass man das Gerät für den Garantiefall nicht zurückflashen, der Service aber eine inoffizielle ROM-Version feststellen kann) und sich über die XDA-Developers inoffizielle ROM-Updates besorgt. Denn schon jetzt gibt es ein ROM von Dutty mit einer stabilen Betaversion des TouchFLO 3D, mit dem der Touch Pro2 kommen soll, sowie von Davideuck ein ROM mit einer Betaversion von WinMO 6.5.
Da mich die überweigend optischen Neuerungen von 6.5 nicht reizen, habe ich mich gestern für einen Test des Dutty-ROMs entschieden – auch wenn ich vor dem 1. März ein anderes ROM einspielen muss, weil die TF3D-Beta zeitlich begrenzt wurde. Der erste Eindruck begeistert! Die Bedienung ist flüssig wie zuvor auch, sie reicht nun aber weiter ins System. Bei den Standardanwendungen wie Mail, SMS, Kontakte, Telefon und Kalender bekommt man die Windows-eigene Oberfläche viel seltener zu Gesicht, die Kontextmenüs sind nun sogar in allen Anwendungen gegen eine fingerfreundliche Version ersetzt worden. Die Kontakte-Funktion wurde deutlich erweitert, man hat nun eine Kontakt-zentrierte Ansicht aller Daten auf dem Gerät, d.h. über die Auswahl eines Kontakts gelangt man an die mit dieser Person ausgetauschten SMS, E-Mails, den Facebook-Status, eine Anrufhistorie, sowie anstehende Termine. Derzeit fehlen aber hier und da noch Konversationen.
Erfreut konnte ich zudem feststellen, dass die Klingelverzögerung, über die eigentlich jeder WinMo-Besitzer klagt, deutlich kürzer geworden ist.

Trotzdem ist TF3D keine eierlegende Wollmilchsau, daher komme ich nicht umhin, meine Zusatztools zu installieren. Hier eine aktuelle Liste:

  • phoneAlarm Pro (kostenpflichtig): damit steuere ich die Klingeltonprofile, außerdem schafft es die Möglichkeit, TouchFLO 3D und die normale Heute-Ansicht von Windows Mobile parallel zu nutzen. Diese Möglichkeit funktioniert mit dem neuen TF3D nicht, aber mit dem
  • TFDetacher (Freeware): ermöglicht die parallele Nutzung von Heute-Plugins und TF3D, und schaltet blitzschnell zwischen beiden Ansichten um.
  • TotalCommander (Freeware): guter Dateimanager mit Registry Editor und FTP an Bord.
  • Advanced Config Tool (Freeware): hiermit kann man zahlreiche Einstellungen an der Grundkonfiguration von Windows Mobile vornehmen.
  • Batti (Freeware): ein kleines Tool zur Anzeige der Akkuladung als dünne Linie am oberen Bildschirmrand.
  • changeScreen (Freeware): steuert die Bildschirmausrichtung anhand der Gyrosensordaten, individuelle Einstellungen pro Programm möglich.
  • eWallet (kostenpflichtig): Passwortsafe mit PC-Synchronisation.
  • MADE (Freeware): Texteditor
  • GPSmeter (kostenpflichtig): gutes GPS-Tool für Geocaching, Tracking, Wanderungen etc.
  • Mobipocket (Freeware): Feed-Reader mit PC-Synchronisation. Ergänzt den mitgelieferten RSS-Reader (Newsbreak) um weitere (Full) Feeds.
  • PDA Stadtplandienst (kostenpflichtig): gabs mal günstig im Angebot, die klassischen Stadtplandienst-Stadtpläne alternativ zu Google Maps, falls mal kein Internet verfügbar ist.
  • PocketTwit (Freeware): interessanter Twitter-Client. Da ich nicht twittere nur zum Lesen verwendet.
  • Run.GPS (kostenpflichtig): super GPS-Tracker und Navi für Läufer, Wanderer und Radfahrer. Wegen akuter Inaktivität derzeit nicht genutzt.
  • SKTools (kostenpflichtig): noch mehr Tweaks und Tools für Windows Mobile.
  • Spb Screenshot (Freeware): erstellt Screenshots.
  • Sprite Backup (kostenpflichtig): gutes Backupprogramm für regelmäßige Sicherungen auf die Speicherkarte.
  • S2U2 (Freeware): Tastensperre wie beim iPhone, verhindert ungewollte Anrufe aus der Hosentasche.
  • PocketInformant (kostenpflichtig): erweitert die sowieso schon guten PIM-Funktionen von Windows Mobile durch intelligente Ansichten.
  • Black Magic Theme (Freeware): schöner Skin für TouchFLO 3D (originale Version).
  • PIMBackup: schnelle Backupllösung für die wichtigsten Organizerdaten wie SMS, E-Mails, Termine, Aufgaben und Kontakte

Vielleicht noch ein Wort zum Flashen des neuen ROMs: ich habe dafür den USPL genutzt, der im Gegensatz zum HardSPL den original Bootloader nicht permanent ersetzt, sondern per Code Injection temporär die Signatur-Prüfung des ROMs deaktiviert. Dafür verwendet man wegen Treiberproblemen am besten Windows XP, auf dem ActiveSync installiert sein muss. Unter Vista muss man nämlich eine alte Treiberversion installieren. Hier eine kleine Anleitung für USPL auf deutsch (das ROM ist allerdings bisher nur auf Englisch verfügbar!):

  • Virenscanner deaktivieren
  • USPL herunterladen und entpacken (in der Exe wird von Virenscannern ein Trojaner vermutet – Fehlalarm)
  • ROM herunterladen und entpacken
  • BLACIMG.nbh ins Hauptverzeichnis der Speicherkarte kopieren
  • Gerät ausschalten (5 Sekunden auf den Einschalter drücken und mit „Ja“ bestätigen) und Speicherkarte entfernen
  • In ActiveSync die USB-Verbindung nicht mehr zulassen (Datei -> Verbindungseinstellungen… -> Häkchen entfernen)
  • Gerät in den Bootloader starten, indem man „Leiser“ gedrückt hält und die Powertaste betätigt. Bei entferntem Akkudeckel hilft der Stift beim Drücken der Lautstärketaste
  • Wenn der vierfarbige Screen erscheint, ie Speicherkarte wieder einsetzen
  • Gerät an USB anschließen
  • Warten, bis USB statt Serial im Display steht
  • Jetzt die blac_uspl.exe starten
  • Es sollte nun das ROM-File gefunden werden, mit der Powertaste startet man den Flash-Vorgang. Nach ca. drei Minuten und einem Softreset mit dem Knopf auf der Rückseite bootet der HD mit dem neuen ROM.

Anfangs wirkt alles noch etwas träge, weil im Hintergrund noch einige Einrichtungsprozesse laufen. Aber nach den ersten beiden Soft-Resets durch Customizing und Connection-Wizard läuft es bald rund und flott, auch der Bootvorgang wird dann deutlich schneller. Als deutscher Nutzer stellt man gleich mal unter Start -> Settings -> Reiter „System“ die „Regional Settings“ auf Germany (German) um, damit Datum und Uhrzeit im richtigen Format kommen. Sollte die Homescreen-Uhr noch im AM/PM-Modus laufen, kann man das mit Fingerdruck auf die Uhr über das Menü (rechte Softtaste) ändern. Bleibt noch die Tastatur, die man über die Eingabeoptionen (kleiner Pfeil neben dem Tastatursymbol) auf das gewohnte QWERTZ-Layout umstellen kann.

Mit USPL kann man übrigens auch das Radio-ROM aktualisieren – die in China aufgespürte Version 1.12.25.16 verbessert sowohl die GPS-Funktionalität, also auch die WLAN- und UMTS-Geschwindigkeit und gefühlt sogar die Sprachqualität. Endlich funktioniert HSDPA mit dem Touch HD! Bis zuletzt hat ein angeblicher Fehler der Basisstationen eine stabile Verbindung verhindert, ich musste stets HSDPA ausschalten und mit „normaler“ UMTS-Geschwindigkeit auskommen.

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Jan 27 2009

Work in Progress

Seit bei mir diese schöne Kamera liegt, überlege ich, wie ich die Beschäftigung damit mit meinen sonstigen Interessen verbinden könnte. Nachdem ich mich sehr gerne in der Netzwelt aufhalte, wenn auch nur sporadisch schreibend in einer Öffentlichkeit wie dieser hier, und weil ich so vielleicht auch motiviert bin, öfter mal die Nikon in die Hand zu nehmen, was ich aus Ehrfurcht vor dem Gerät derzeit noch zu selten mache, habe ich mich entschlossen, ein Fotoblog oder auch Phlog zu führen. Da ich die Fotos bewusst nicht im Rahmen dieses Blogs präsentieren möchte, damit sie im Technikgebrabbel nicht untergehen, wird das Phlog auf einer anderen Domain gehostet, die mir zudem noch eine größere Menge an Speicherplatz bietet (ja, ich bin so ein Geek und habe zwei Hosting-Pakete… zu meiner Rechtfertigung sei gesagt, dass ich die Pakete aus vertraglichen Gründen nicht zusammenführen darf, eines der Pakete ist ein in zweifacher Hinsicht limitertes, äußerst günstiges Angebot gewesen). Lediglich ein kleines Widget soll hier auf die aktuellen Bilder hinweisen.

Nun stellt sich mir die Frage, mit welcher Software man denn am besten ein Fotoblog führt. Es gibt ja dedizierte Programme wie PixelPost, aber auch die meisten Blogtools bieten entweder von Haus aus, oder über Plugins entsprechende Funktionalitäten. Nach viel Herumprobieren bin ich letztlich doch wieder zum guten alten WordPress zurückgekehrt, das mir doch das aktivste Projekt mit der schönsten Administrationsoberfläche – vor allem seit Version 2.7 – scheint. Zunächst habe ich überlegt, ob ich die Bilder bei Flickr oder Picasa verwalte, aber da mir die dazu benötigten Plugins nicht zusagen, habe ich die Auswahl auf die beiden wichtigsten Galerie-Erweiterungen konzentriert, nämlich auf nextGEN Gallery von Alex Rabe und YAPB von Johannes Jarolim. Derzeit habe ich mich für das etwas schlichter wirkende YABP entschieden, für das es eine kleine Auswahl angepasster Themes gibt. Gerade dieser Punkt hat mir sehr geholfen, denn ich tue mich sehr schwer, in der Masse von WordPress-Skins ein schönes, für Fotos geeignetes Layout auszuwählen. Meine Grundinstallation ist nun also auf foto.flxb.de zu bewundern. Mal sehen, ob sie mir auch auf Dauer gefällt, oder ob ich noch auf bessere Alternativen stoße.

Beim Durchforsten der unzähligen Themes habe ich mich dazu inspirieren lassen, auch diesem Blog hier mal wieder eine Frischzellenkur zu verpassen. Neben dem neuen Aussehen (das alte in Pink hat mich dann doch zu sehr gestört), das idealerweise zu der festen Breite auch eine variable anbietet, habe ich auch einige der Kategorien wieder eingestampft, beispielsweise den Konsolenkrieg, der mit einem Sieg der PS2 endete, denn nur sie steht noch als DVD-Player neben dem Fernseher – die PlayStation Portable wurde verkauft und der XBox-Umbau zu einem Mediacenter nie vollendet. Ich habe mich außerdem kurz nach dem Jahreswechsel dazu entschlossen, meine Einzelspieler-Aktivitäten sowohl an der Konsole als auch am PC bis auf weiteres zu beenden, so macht es auch keinen Sinn mehr, die Kategorie weiterzuführen. Ähnliche Beweggründe stehen auch hinter den anderen Streichungen. Weitere Änderungen werden sicherlich noch folgen, ich bin noch nicht zufrieden mit der Einteilung.

So, mit dieser Verschlankung geht’s nun weiter.

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Aug 20 2008

Zertifikate von Network Solutions auf dem PDA installieren

Mein Arbeitgeber betreibt einige Subdomains mit SSL-Verschlüsselung, z.B. für den Exchange-Zugriff. Um die Kosten für die dafür benötigten Zertifikate zu senken, wurde nun ein sogenanntes Wildcard-Zertifikat angeschafft, das für alle Subdomains gültig ist. Unser Aussteller bzw. Anbieter hierfür ist Network Solutions, wo so ein Zertifikat im Jahr ca. 440 US$ kostet – zum Vergleich: ein Zertifikat für eine einzelne Subdomain kostet mindestens 90 US$ pro Jahr.

Nun ist es so, dass dieses Wildcard-Zertifikat mit einer Kette von hierarchisch höher stehenden Zertifikaten abgesichert ist. Damit die Verschlüsselung vom Client, also zum Beispiel dem Browser, als gültig akzeptiert wird, müssen also die entsprechenden Zertifikate installiert sein. Welche genau das sind, findet man am einfachsten mit einem Webbrowser heraus, indem man eine abgesicherte Subdomain mit HTTPS aufruft und sich die Details der Zertifikats anzeigen lässt. Für die ganze Kette schreibt man sich die Seriennummern heraus, um später abzugleichen, welche Zertifikate genau installiert werden müssen, manchmal gibt es nämlich mehrere des gleichen Ausstellers.

Auf einem WinMo-Gerät sind die benötigten Zertifikate für Network Solutions nicht vorinstalliert. Falls man ActiveSync gegen einen entsprechend abgesicherten Exchange-Server einrichten möchte, wird der Sync-Vorgang mit einem Fehlercode 0x80072F0D abgebrochen. Man muss die Zertifikate also nachinstallieren.
Der Internet Explorer 7 hat alle benötigten Zertifikate bereits an Bord, ansonsten findet man alle Network Solutions-Zertifikate über einen Support-Artikel. Aus dem IE kann man sie auch im richtigen Format für den PDA (DER-codiert binär X.509, Endung .cer) exportieren. Die so erzeugten CER-Files dann einfach auf den PDA übertragen und dort über den DateiExplorer doppelklicken, sie werden installiert und schon kann man ohne Zertifikatswarnung auf die Wildcard-Zertifikate zugreifen und auch den Sync mit Exchange durchführen.

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Jul 22 2008

Schöne Aussicht

Seit vergangener Woche beschäftige ich mich in der knappen freien Zeit mit der Installation von Windows Vista auf meinem Gaming PC, der mangels Spielgelegenheit zum Familien-Computer degradiert wurde. Das ist auch keine dumme Idee, schließlich ist der bisher dafür eingesetzte AMD Athlon XP mit AGP-Grafik nicht gerade stromsparend, der Spielerechner dagegen schon – was paradox klingt, aber mit dem grünen Trend der Industrie begründbar ist. Gemessen habe ich es zugegebenermaßen noch nicht, aber es spricht so vieles mehr für diesen Schritt, dass ich auf diesen Nachweis verzichte.

Gewartet habe ich glaube ich lange genug mit dem Umstieg, nämlich bis zum Erscheinen des ersten Service Packs samt Nachbesserungsfrist. Ich habe mich für die mittlere Variante „Home Premium“ entschieden, die alle Multimedia-, aber im Gegensatz zur vollständigeren „Ultimate Edition“ weniger Netzwerk-Funktionen enthält, was für den Hausgebrauch dennoch ausreichend sein sollte. Und dank der neuen Upgrade-Politik von Microsoft habe ich ja jederzeit die Möglichkeit, auf die größere Version aufzurüsten, sollte ich den Bedarf dafür haben.
Außerdem fiel die Wahl auf die 32-Bit-Version, einfach weil ich noch keinen Bedarf für die 64-Bit-Version habe und potentiellen Problemen durch Inkompatibilitäten aus dem Weg gehen will.

Die Installation ging dann auch problemlos vonstatten und die Softwarebasis mit allen Treibern und Tools war noch am selben Abend aufgespielt. Der PC wird von meiner Freundin und mir gemeinsam genutzt, was schon mit Windows XP und den Benutzerprofilen sehr gut funktioniert hat. Diesmal wollte ich noch konsequenter die von Windows zur Verfügung gestellte Struktur nutzen und habe die beiden Profile als Standardbenutzer angelegt und nicht mehr mit Administratorrechten. Bisher haben sich dadurch noch keine Probleme ergeben, kein Programm benötigt Adminrechte zur Ausführung. Natürlich ist das neue User Access Control gewöhnungsbedürftig, vor allem das doppelte Bestätigen mutet lästig an, ich habe aber schon so oft verärgerte Kommentare darüber gelesen, dass es mir gar nicht mehr so wild vorkam, schließlich geht es um mehr Sicherheit. Schwieriger fällt es mir da, mich an die neue Ordnerstruktur mit den vielen Verknüpfungen zu gewöhnen – warum gibt es jetzt einen verknüpften und einen echten Ordner „Programme“? Und heißt der nicht eigentlich „Program Files“? Aufgrund dieser ganzen Sprachverwirrung, die Folge der flexiblen Sprachunterstützung von Vista Ultimate sind, würde ich am liebsten auf ein englisches Filesystem mit deutscher GUI umsteigen, der Aufwand für so eine Anpassung ist mir aber zu groß. Vielleicht kommt ja mal ein entsprechendes Tool raus.

Die Datenmigration ist nicht ganz einfach gewesen – ich wollte die Daten direkt über die GBit-Anschlüsse transferieren, musste dazu einige Hürden der Windows Dateifreigabe im Netz ohne Domänencontroller überwinden. Letztlich hats mit dem alten Trick geklappt – einem Administrator-Account, der auf beiden PCs das gleiche Passwort hat. Die Windows-Standardfreigaben für jedes Laufwerk (z.B. „\\pcname\C$“ für Laufwerk C:) sind dann wirklich praktisch.
Die 500GB-Festplatte habe ich der Einfachheit halber nicht partitioniert, zur Datensicherung kommt das bewährte Acronis TrueImage zum Einsatz, das die User-Verzeichnisse regelmäßig auf eine zweite Festplatte sichert. Dort liegt auch ein Abbild der Basisinstallation. In unregelmäßigen Abständen werden die Sicherungen noch auf eine externe Festplatte kopiert, damit halte ich meine Daten für ausreichend gesichert. Vielleicht folgt irgendwann noch die Sicherung auf einen Webstorage, um eine für den Privatgebrauch sinnvolle, vollständige Absicherung zu erlangen.

Die Oberfläche hat sich nicht bahnbrechend geändert, alle Einstellungen konnte ich ohne langes Suchen wiederfinden. Ich habe ein wenig den Eindruck, die Auflösung meines Displays wird sinnvoller ausgenutzt, was wahrscheinlich an den größeren Icons und Fensterrahmen liegt: das Ganze ist jetzt irgendwie augenschonender. Cleartype funktioniert gut, die Animationseffekte sind nett, mehr aber auch nicht. Darum ging es mir auch nicht, ich wollte nur mit der Zeit gehen und der steigenden Zahl von Vista-Rechnern im von mir betreuten Umfeld Rechnung tragen.

Bisher habe ich den Umstieg noch nicht bereut, alles funktioniert wie erwartet und schön flott. Mit einer Einschränkung: für meine Maus MX-500 will Logitech unverschämterweise keinen Vista-Treiber mehr schreiben, so dass ich die Zusatzknöpfe nicht mehr nutzen kann, außer ich installiere die alte XP-Mouseware im Kompatibilitätsmodus. Das muss ich mir noch überlegen. Ich will mir eigentlich keine neue Maus kaufen müssen, soo alt ist sie nun wirklich nicht, ich glaube, sie hat sogar noch Restgarantie.

Für den Fall, dass ich doch nochmal zu einer Spielerunde dazustoßen kann, bleibt eine alte Festplatte mit Windows XP eingebaut, die bei Bedarf angesteckt wird. Vielleicht mache ich da auch noch eine zweite Partition mit einer schlanken Vista-Installation drauf. Muss mich mal informieren, ob das lizenztechnisch erlaubt ist.

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Jul 10 2008

Tatsch-Kumpel

Ist Euch schon mal aufgefallen, dass das umgangssprachliche „betatschen“ wohl vom englischen „to touch“ kommt? Jedenfalls nutze ich auf meinem PDA eine spezielle Software namens „TouchPal“ für die Eingabe von Buchstaben, Zahlen und Zeichen. Die Namensgebung soll darauf hinweisen, dass das Spezialgebiet die Eingabe per Finger ist. Von Haus aus unterstützt WinMo nämlich keine Fingereingabe, sondern ausschließlich das Schreiben mit einem Stift / Griffel, dafür aber in verschiedenen Ausführungen:

  • per Zeicheneingabe (nacheinander auf die gleiche Stelle Buchstaben schreiben)
  • per Schrifteingabe (einfach wie auf dem Papier schreiben)
  • per virtueller Tastatur (winzige Tastenbilder zum antippen)

Mit meinem o2 Xda orbit 2, welcher von HTC gefertigt wird, kam bereits eine von HTC entwickelte Alternative mit, die die Eingabe per Finger erlaubte, auf Handy-ähnlich mehrfach belegten, größeren Tastenbildern.
TouchPal geht in die selbe Richtung, zeichnet sich aber durch eine Menge Zusatzfeatures aus, von denen sich auch die iPhone-Eingabe noch ein Scheibchen abschneiden könnte. Vor kurzem wurde die Version 3.5 veröffentlicht, mit der es beispielsweise möglich ist, Wortvorschläge aus der Gesamtheit der installierten Sprachwörterbücher anzeigen zu lassen. Bei den vielen Anglizismen in meiner Kommunikation äußerst hilfreich. Auch die Eingabe der Umlaute ist schnell verstanden, eine Auswahl aller Varianten (z.B. für a das ä, á, à, â) erscheint bei längerem Druck auf den lateinischen Buchstaben. Um die Fläche der virtuellen Tasten zu vergrößern, vereint TouchPal jeweils zwei Buchstaben der QWERTY- bzw. QWERTZ-Tastatur (je nach gewählter Hauptsprache) auf einem Tastenfeld und wählt T9-ähnlich aus einem Wörterbuch die entsprechenden Alternativen aus. Es gibt sogar kontext-sensitive Wortvorschläge für das Folgewort.
Mit dieser Version hat TouchPal mich endgültig als Nutzer gewonnen, in erster Linie wegen der deutschen Eingabe auf einer englischen WinMo-Version, aber letztlich wegen der guten Handhabung. Ich liebäugle zwar immer noch mit einem Gerät mit Hardware-Tastatur wie z.B. das kommende HTC Touch Pro, aber ich würde jetzt auch darauf verzichten, wenn es entsprechende Alternativen gäbe. Das HTC Diamond ist übrigens keine, da ihm ein Speicherkartenslot fehlt.

Womit ich zu einer weiteren Schlussfolgerung gelange: auch mein nächstes Handy wird kein iPhone sein. Einschränkungen wie das vergleichsweise karge Softwareangebot, der fehlende Speicherkartenslot, der fest eingebaute Akku (trotz starkem Stromverbrauch bei UMTS-Nutzung) und die beschränkten Beschaffungsmöglichkeiten (Vertragsbindung an T-Mobile oder debitel) möchte ich nicht hinnehmen, ganz zu schweigen von so grundlegenden Defiziten wie die fehlende Cut&Paste-Funktion.

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Jun 26 2008

Der digitale Assistent

Seit ein paar Jahren schon benutze ich einen „Personal Digital Assistant“ (PDA), um einen papiernen Terminplaner zu ersetzen und meine Termine und Kontakte zu verwalten. Unterbrochen durch einen kurzen Ausflug in die Blackberry-Welt kommen zuletzt Geräte der Xda-Serie von o2 zum Einsatz, die auch Handyfunktionen bieten und mir die doppelte Pflege von Telefonnummern ersparen.
Ich möchte vorab darauf hinweisen, dass ein Xda nicht ohne weiteres mit einem „gewöhnlichen“ Handy vergleichbar ist – Hauptschwachpunkt: Windows Mobile 6 ist vergleichsweise träge und instabil. Ein Bootvorgang dauert bei mir etwa Minute bis zur Eingabe der PIN, und ich muss derzeit ein- bis zweimal in der Woche neu starten, weil das Gerät abgestürzt oder der Akku leer gelaufen ist. Auch das Bedienkonzept weicht stark von einer Handybedienung ab. Ich rate daher nur eingeschränkt dazu, ein WinMo 6-Gerät in Erwägung zu ziehen: entweder man hat schon reichlich Erfahrung mit Windows-PDAs und möchte ein hochintegriertes Gerät, oder man ist mit dem Funktionsumfang der einfacher zu bedienenden Smartphones wie SonyEricssons P1, Nokias N95 oder Apples iPhone nicht zufrieden und nimmt dafür obige Nachteile in Kauf. Man muss einfach wissen und akzeptieren, worauf man sich da einlässt.
Kurz: ich empfehle Smartphone-Einsteigern ohne Windows-PDA-Erfahrung, sich andere Geräte anzuschauen, insbesondere das neue iPhone, das mich von der Bedienoberfläche her beeindruckt.
So, das als Disclaimer vorab – nicht dass jemand noch auf die Idee kommt, er könne damit sein Nokia 3310 ablösen… das gibt böse Überraschungen!

Seit Anfang des Jahres besitze ich also das o2 Xda-Modell „orbit 2„, das beim eigentlichen Hersteller HTC in anderer Gehäuseform, ohne Branding und mit weniger Zubehör „Touch Cruise“ genannt wird, wohl weil es sowohl eine Fingerbedienung unterstützt, als auch einen GPS-Empfänger integriert und die Navigationssoftware TomTom beiliegt. Zum Prahlen taugte der PDA vor dem Erscheinen des 3G iPhone wegen der vielen unterstützten Schnittstellen und Standards, auf die Apple-Besitzer der ersten Generation teilweise noch verzichten mussten: Quad-Band GSM, GPRS, EDGE, UMTS mit HSDPA, WLAN 802.11b/g, Bluetooth 2.0 mit A2DP, GPS, USB 2.0, microSDHC, 3MP Kamera plus zweite VGA-Kamera für Videotelefonie, UKW-Radio, und natürlich auch eine große Palette an unterstützten Medienformaten wie MP3, AAC, M4A, WMA, MIDI, MPEG-4, 3GP und H.263 (Liste leicht erweiterbar über Zusatztreiber). Dank des über die Jahre sehr etablierten Betriebsystems Windows Mobile (WinMo) gibt es eine Unmenge an Programmen, die diese Features auf verschiedenste Art und Weise kombinieren und bei mir immer wieder Erstaunen und Entzücken hervorrufen. Zur Veranschaulichung der Bandbreite hier ein paar persönliche Highlights:

  • TomTom (liegt bei): die Autonavigationssoftware führt mit Kartenansicht und Sprachanweisungen durch den Asphaltdschungel, was angesichts der verbreiteten Navigeräte nichts besonderes mehr ist. Ich erwähne sie hier, weil ich als Zielort einfach einen Eintrag aus meinem sowieso gepflegten Adressbuch angeben kann – einer der Vorteile eines All-In-One-Geräts.
  • phoneAlarm (kostenpflichtig): Ein Tool zur Verwaltung der verschiedenen Alarmierungen bei Anruf, SMS, E-Mail, geringem Ladezustand etc. Es sind eine Vielzahl an Profilen möglich, zwischen denen man manuell – aber auch automatisch, z.B. zu bestimmten Uhrzeiten, während im Kalender eingetragenen Besprechungen oder bei Aufenthalt an bestimmten Orten – wechseln kann.
  • run.GPS (kostenpflichtig): Macht aus dem PDA einen Begleiter für Sportler, der zurückgelegte Strecken mitprotokolliert und mithilfe von Google Earth und Google Maps Analysen möglich macht. Man kann auch Trainingspläne erstellen, die für entsprechende Kalendereinträge sorgen. Und nicht zuletzt dient das Programm auch als Navigationsgerät für Routen aus den verschiedenen Wander-, Sportler-Communities wie beispielsweise GPSies.com.
  • Google Maps (Freeware): Wer zu Fuß unterwegs ist, kann sich mit Google Maps besser orientieren als mit Autonavigationssoftware wie TomTom. Zur Installation auf dem PDA die URL http://www.google.com/gmm aufrufen.
  • ScummVM (Open Source Freeware): Ein Emulator, mit dem man die Adventure-Klassiker von LucasArts wie Monkey Island spielen kann.
  • AiroMap (Freeware): Ein WLAN-Tool, mit dem man erreichbare Funknetzwerke und deren Verschlüsselung analysieren, sowie die GPS-Koordinaten festhalten kann.

Ein Schmankerl bei den WinMo-PDAs sind außerdem die großen Communities – die größte deutschsprachige dürfte wohl die PPC-Welt sein. Bei den international ausgerichteten XDA-Developers geht es dann so richtig ans Eingemachte: neben tollen Freeware-Tools ist dort ein großer Volkssport, die neueste WinMo-Version aus dem ROM der aktuellsten PDAs herauszutrennen und für die diversen Modelle anzupassen, sowie in die ROM-Pakete gleich die wichtigsten und besten Anwendungen zu integrieren. Auf diese Weise komme ich bereits in den Genuss des Betriebssystems WinMo 6.1, das mit dem HTC Touch Diamond ausgeliefert wurde, dem neuesten Streich des meiner Meinung nach derzeit wichtigsten Apple-Konkurrenten auf dem PDA-Markt. Leider ohne die neue TouchFLO 3D-Oberfläche, die ist wohl mangels Grafiktreiber nicht performant genug auf meinem Gerät.

Mich assistiert der PDA wirklich ständig, ich verwalte meine Termine und Kontakte, telefoniere, lese und schreibe SMS, lese E-Mails, lese meine Lieblings-Blogs (sofern sie vollständige Beiträge im RSS-Feed haben), lese Nachrichten, höre Musik (dank 8GB-Speicherkarte hab ich eine ausreichend große Auswahl dabei), navigiere im Auto und protokolliere meine Trainingsläufe. Mein nächstes Handy wird wieder ein PDA sein, mal sehen, ob ich WinMo treu bleibe…

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Jun 25 2008

Weitere Firefox-Addons

Im Rahmen der allgegenwärtigen Berichterstattung rund um Firefox 3 habe ich es gewagt, weitere Plugins auszuprobieren:

  • Foxmarks: Habe ich bisher nicht verwendet, weil die Bookmarks auf einem fremden Server gespeichert werden, was im Bankenumfeld unsicher war. Jetzt habe ich festgestellt, dass man Foxmarks auch mit einem eigenen WebDAV-Server syncen kann.
  • Better GMail 2: Funktioniert auch mit Google Apps (Domain kann man unter „Advanced…“ eintragen), macht GMail schöner und komfortabler.
  • Password Exporter: Wie der Name schon sagt, exportiert das Tool die von Firefox gespeicherten Passwörter, z.B. als Backup, oder um sie auf einem anderen PC wieder zu importieren. Ist natürlich mit entsprechender Vorsicht zu benutzen.

Sxipper habe ich inzwischen wieder deinstalliert, weil es lediglich Domain-bezogen arbeitet und den Pfad nicht berücksichtigt. Das sorgt bei mir ab und zu für Verwirrungen, z.B. aktuell bei unterschiedlichen Tipprunden auf kicktipp.de.

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Jun 24 2008

GTalk²

Ich muss derzeit mit zwei Google-GTalk-Accounts hantieren und hatte anfangs das Problem, dass der GTalk-Client keine Möglichkeit bietet, mehrere Accounts zu verwalten. Immerhin ist es möglich, den Client zweimal zu starten, indem man den Aufruf um den Parameter /nomutex erweitert. GTalk merkt sich aber immer nur das zuletzt genutzte Userprofil, so dass ich jeden Tag sowohl Benutzername als auch Passwort erneut eingeben musste. Also habe ich mich auf die Suche nach einer besseren Lösung gemacht und bin dabei auf Digsby gestoßen. Ähnlich wie Trillian ist das ein Multi-Protokoll-Client, der aber eben auch das Jabber-Protokoll und damit auch GTalk unterstützt. Neben den IM-Accounts kann man auch Mails checken lassen (bei GMail-Accounts sogar mit sehr komfortablen Popups), sowie Chats in Social Networking Sites führen. Unterstützt werden von Haus aus Facebook, MySpace und Twitter.
Für die Nutzung ist lediglich eine eigene Registrierung nötig.

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