Jan 15 2009

Neues Jahr, neues Gadget, neues Glück

Was ist passiert? Das gewonnene Navi ist nach langem Hin und Her im neuen Jahr endlich bei mir gelandet, wie erwartet ohne Europakarten. Da diese bei HP so viel kosten wie ein neues Navi wandert es nun wieder zurück in die USA als Geschenk für nahe Verwandte.

Tatsächlich ist wie erhofft Ende November der Touch HD eingetroffen, welcher ein wahnsinnig tolles Display, aber sonst nicht so viel neues gegenüber dem Vorgänger gebracht hat, um darüber zu berichten. In meiner Ankündigung steht schon viel über das Gerät, vielleicht reiche ich da noch was ausführlicheres nach.

Wirklich spannend für mein 2009 ist aber, um es mit cohus Worten zu bezeichnen, der Familienzuwachs – den Gönnern sei hiermit vielmals gedankt!

Das lässt einen von vielen alten Jugendträumen wieder aufleben, nämlich den von der intensiven Beschäftigung mit der Fotografie. Mit viel Enthusiasmus habe ich die im VHS-Kurs vor Jahren erlernte Theorie per sehr empfehlenswertem Online-Fotolehrgang wieder aufgefrischt und mich in die schier unendliche Welt der Foto-Fans im Internet gestürzt. Ausgehend vom DSLR-Forum, in dem ich einiges über kostspielige Ausrüstungsgegenstände gelernt, eine Ahnung von den Sparten der Fotografie und ihre Ausprägungen bekommen, eine Quelle für diverse Ratschläge und Anleitungen zu Technik, Vorgehensweise und Bildbearbeitung aufgetan, aber auch die verbitterten Fronten der scheinbar allgegenwärtigen Markenfetischisten („Meine C.n ist toller als Deine N.n!“) wiedergefunden habe, habe ich mich vorsichtig zu den Bilder-Galerien vorgetastet, um einen Eindruck von der Bandbreite der Möglichkeiten zu bekommen, die dieses Hobby bietet. Zunächst habe ich mich dort auf die Bilder, die mit meinem Gehäuse oder mit meinem Objektiv geschossen wurden, beschränkt. Schließlich aber auch mal in die Flickr-Welt hineingeschnuppert, mich allerdings ebenfalls auf Bilder aus der D90 beschränkt, um irgendeine Auswahl zu treffen. Natürlich kannte ich Flickr als Bilder-Hoster, aber dass es auch sinnvolle Funktionalitäten für Amaterufotografen bietet, wie eben die Suche nach Bildern eines Kameramodells, oder beispielsweise die ausführliche Auswertung der EXIF-Daten, ist mir zuvor nicht aufgefallen. Bekannt war mir schon die große Zahl an Kommentierern, die es wie die Besucher von Kurt halten: „Schönes Bild!“. Ich habe nach kurzer Recherche eine brauchbare Anleitung für konstruktive Bildkritik gefunden und beim Überfliegen festgestellt, dass das ein ganz schöner Zeitfresser werden kann, werde mich daher wohl an die dort propagierte 30-Sekunden-Regel halten: einfach anschauen, auf mich wirken lassen, weiterklicken.

Nur kurz will ich noch auf ein besonderes Feature meiner Kamera eingehen: sie bietet als erste DSLR eine HD-Videofunktion. Das ganze ist recht rudimentär implementiert, mit Monosound und ohne Mikroeingang, und ohne viel Eingriffsmöglichkeiten während der Aufzeichnung (abgesehen vom Fokus, der sich mitziehen lässt), aber 24 Bilder pro Sekunde lassen Kinofeeling aufkommen und bei richtiger Anwendung kann die Aufzeichnungsqualität dank der hochwertigen Optiken und des vergleichsweise großen Sensors durchaus mit dedizierten Camcordern mithalten. Eine Menge Beispielvideos findet man auf dem D90-Channel von vimeo.com.

So, und nun ist es an mir, aus einem Passiv-Fotosportler einen aktiven zu machen. Das erste Übungsprojekt ist schon ins Auge gefasst: Stencils im Viertel.

Flattr this!


Okt 29 2008

Travel Companion

Demnächst darf ich mich über ein Upgrade meiner Autonavigation freuen: ich habe bei einer Verlosung anläßlich des achten Geburtstages meines liebsten PocketPC-News-Portals PocketPCThoughts.com einen HP iPAQ 310 Travel Companion gewonnen! Das ist ein portables Navi mit großem 4,3″-Touchscreen bei einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln und einem Zwei-Kern-Prozessor mit 600 MHz, welches sich durch 3D-Navigation und Multimedia-Funktionen auszeichnet. Da es sich um die US-Version handelt (der Seitenbetreiber sitzt in den USA), bin ich gespannt, ob sich nur US-Kartenmaterial darauf befindet, und ob ich europäische Karten dafür finde.

Flattr this!


Jun 26 2008

Der digitale Assistent

Seit ein paar Jahren schon benutze ich einen „Personal Digital Assistant“ (PDA), um einen papiernen Terminplaner zu ersetzen und meine Termine und Kontakte zu verwalten. Unterbrochen durch einen kurzen Ausflug in die Blackberry-Welt kommen zuletzt Geräte der Xda-Serie von o2 zum Einsatz, die auch Handyfunktionen bieten und mir die doppelte Pflege von Telefonnummern ersparen.
Ich möchte vorab darauf hinweisen, dass ein Xda nicht ohne weiteres mit einem „gewöhnlichen“ Handy vergleichbar ist – Hauptschwachpunkt: Windows Mobile 6 ist vergleichsweise träge und instabil. Ein Bootvorgang dauert bei mir etwa Minute bis zur Eingabe der PIN, und ich muss derzeit ein- bis zweimal in der Woche neu starten, weil das Gerät abgestürzt oder der Akku leer gelaufen ist. Auch das Bedienkonzept weicht stark von einer Handybedienung ab. Ich rate daher nur eingeschränkt dazu, ein WinMo 6-Gerät in Erwägung zu ziehen: entweder man hat schon reichlich Erfahrung mit Windows-PDAs und möchte ein hochintegriertes Gerät, oder man ist mit dem Funktionsumfang der einfacher zu bedienenden Smartphones wie SonyEricssons P1, Nokias N95 oder Apples iPhone nicht zufrieden und nimmt dafür obige Nachteile in Kauf. Man muss einfach wissen und akzeptieren, worauf man sich da einlässt.
Kurz: ich empfehle Smartphone-Einsteigern ohne Windows-PDA-Erfahrung, sich andere Geräte anzuschauen, insbesondere das neue iPhone, das mich von der Bedienoberfläche her beeindruckt.
So, das als Disclaimer vorab – nicht dass jemand noch auf die Idee kommt, er könne damit sein Nokia 3310 ablösen… das gibt böse Überraschungen!

Seit Anfang des Jahres besitze ich also das o2 Xda-Modell „orbit 2„, das beim eigentlichen Hersteller HTC in anderer Gehäuseform, ohne Branding und mit weniger Zubehör „Touch Cruise“ genannt wird, wohl weil es sowohl eine Fingerbedienung unterstützt, als auch einen GPS-Empfänger integriert und die Navigationssoftware TomTom beiliegt. Zum Prahlen taugte der PDA vor dem Erscheinen des 3G iPhone wegen der vielen unterstützten Schnittstellen und Standards, auf die Apple-Besitzer der ersten Generation teilweise noch verzichten mussten: Quad-Band GSM, GPRS, EDGE, UMTS mit HSDPA, WLAN 802.11b/g, Bluetooth 2.0 mit A2DP, GPS, USB 2.0, microSDHC, 3MP Kamera plus zweite VGA-Kamera für Videotelefonie, UKW-Radio, und natürlich auch eine große Palette an unterstützten Medienformaten wie MP3, AAC, M4A, WMA, MIDI, MPEG-4, 3GP und H.263 (Liste leicht erweiterbar über Zusatztreiber). Dank des über die Jahre sehr etablierten Betriebsystems Windows Mobile (WinMo) gibt es eine Unmenge an Programmen, die diese Features auf verschiedenste Art und Weise kombinieren und bei mir immer wieder Erstaunen und Entzücken hervorrufen. Zur Veranschaulichung der Bandbreite hier ein paar persönliche Highlights:

  • TomTom (liegt bei): die Autonavigationssoftware führt mit Kartenansicht und Sprachanweisungen durch den Asphaltdschungel, was angesichts der verbreiteten Navigeräte nichts besonderes mehr ist. Ich erwähne sie hier, weil ich als Zielort einfach einen Eintrag aus meinem sowieso gepflegten Adressbuch angeben kann – einer der Vorteile eines All-In-One-Geräts.
  • phoneAlarm (kostenpflichtig): Ein Tool zur Verwaltung der verschiedenen Alarmierungen bei Anruf, SMS, E-Mail, geringem Ladezustand etc. Es sind eine Vielzahl an Profilen möglich, zwischen denen man manuell – aber auch automatisch, z.B. zu bestimmten Uhrzeiten, während im Kalender eingetragenen Besprechungen oder bei Aufenthalt an bestimmten Orten – wechseln kann.
  • run.GPS (kostenpflichtig): Macht aus dem PDA einen Begleiter für Sportler, der zurückgelegte Strecken mitprotokolliert und mithilfe von Google Earth und Google Maps Analysen möglich macht. Man kann auch Trainingspläne erstellen, die für entsprechende Kalendereinträge sorgen. Und nicht zuletzt dient das Programm auch als Navigationsgerät für Routen aus den verschiedenen Wander-, Sportler-Communities wie beispielsweise GPSies.com.
  • Google Maps (Freeware): Wer zu Fuß unterwegs ist, kann sich mit Google Maps besser orientieren als mit Autonavigationssoftware wie TomTom. Zur Installation auf dem PDA die URL http://www.google.com/gmm aufrufen.
  • ScummVM (Open Source Freeware): Ein Emulator, mit dem man die Adventure-Klassiker von LucasArts wie Monkey Island spielen kann.
  • AiroMap (Freeware): Ein WLAN-Tool, mit dem man erreichbare Funknetzwerke und deren Verschlüsselung analysieren, sowie die GPS-Koordinaten festhalten kann.

Ein Schmankerl bei den WinMo-PDAs sind außerdem die großen Communities – die größte deutschsprachige dürfte wohl die PPC-Welt sein. Bei den international ausgerichteten XDA-Developers geht es dann so richtig ans Eingemachte: neben tollen Freeware-Tools ist dort ein großer Volkssport, die neueste WinMo-Version aus dem ROM der aktuellsten PDAs herauszutrennen und für die diversen Modelle anzupassen, sowie in die ROM-Pakete gleich die wichtigsten und besten Anwendungen zu integrieren. Auf diese Weise komme ich bereits in den Genuss des Betriebssystems WinMo 6.1, das mit dem HTC Touch Diamond ausgeliefert wurde, dem neuesten Streich des meiner Meinung nach derzeit wichtigsten Apple-Konkurrenten auf dem PDA-Markt. Leider ohne die neue TouchFLO 3D-Oberfläche, die ist wohl mangels Grafiktreiber nicht performant genug auf meinem Gerät.

Mich assistiert der PDA wirklich ständig, ich verwalte meine Termine und Kontakte, telefoniere, lese und schreibe SMS, lese E-Mails, lese meine Lieblings-Blogs (sofern sie vollständige Beiträge im RSS-Feed haben), lese Nachrichten, höre Musik (dank 8GB-Speicherkarte hab ich eine ausreichend große Auswahl dabei), navigiere im Auto und protokolliere meine Trainingsläufe. Mein nächstes Handy wird wieder ein PDA sein, mal sehen, ob ich WinMo treu bleibe…

Flattr this!


Jun 18 2008

Walking Man statt Roadrunner

Wie es halt so läuft im Leben läuft man viel im Leben. Und ich laufe seit neuestem vermehrt zum reinen Zeitvertreib. Also nicht ganz, denn ich verfolge damit ein paar kleinere Ziele, unter anderem, meine Kondition wieder etwas aufzubauen. Hintergrund: ich wurde von meinem Chef „genötigt“ (Mobbing!), am Firmentriathlon als Radfahrer teilzunehmen. Da gehts um einen internen Wettkampf mit der Muttergesellschaft und ich darf jetzt meine Kollegen nicht enttäuschen. Bin mal gespannt, wie ich mit diesem Druck zurechtkomme, zumal ich gar kein Rennrad besitze (wenn mir da jemand am 24. Juli aushelfen könnte, wäre ich sehr dankbar!).
Und dann ist da noch das Geburtstagsgeschenk von Fabi, der mich kurzerhand zum Training für den Münchenmarathon angemeldet hat. Das Ganze wird von Sport Ruscher durchgeführt und heute nehme ich zum ersten Mal am durch Trainer begleiteten Lauf teil. Davor graust mir auch schon, denn ich vermute, da sind konditionell ganz andere Kaliber am Start.
Einen ersten Testlauf mit ambitioniertem Tempo habe ich am Samstag absolviert, der ziemlich ernüchternd war: für mehr als 4,5 Kilometer hab ich keine Luft, und ich brauche trotzdem eine knappe halbe Stunde. Jetzt ist also intensives Aufbautraining angesagt.

Meßwerte auf der Strecke kann ich mir zwar nicht über den iPod ansagen lassen, wie es die werten Bloggerkollegen tun, da mir schlicht ein iPod fehlt und ich in Asics laufe, aber dafür habe ich mir jetzt ein Gadget für mein Handy besorgt: mit RunGPS kann ich meine Läufe per GPS mittracken lassen und anschließend auswerten und über die Community GPS-Sport.net veröffentlichen, wenn ich mag. Das Tool ist ziemlich umfangreich, man kann beispielsweise die Laufrouten im Vorfeld planen oder die anderer Nutzer nachlaufen. Dazu kann man sich die Strecken auf einer Karte einblenden lassen, oder die Richtungsänderungen wie bei einem Auto-Navi auch ansagen lassen. Die freundliche Damenstimme kann zudem Daten wie aktuelle Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, zurückgelegte und bevorstehende Streckenlänge etc. durchgeben.
Am Samstag ist dieses Trainingsprofil herausgekommen. Das ist nicht ganz meine Stammstrecke, die ich sonst – mit gemäßigtem Tempo – absolviere, denn da geht’s noch über die Reichenbachbrücke, statt schon auf der Wittelsbacherbrücke zu wenden.

Was der vollständigen Auswertung für Zuhause noch fehlt ist die Anbindung eines Pulsmessers ans Handy, da die meisten Brustgurte nicht per Bluetooth übermitteln, aber die Pulsdaten lassen sich in RunGPS importieren, wenn man eine Pulsuhr mit PC-Auswertmöglichkeit, oder zumindest diesen Logger hat. Der steht jetzt mal auf meiner Wunschliste. Oder alternativ der Brustgurt, der gerade von meiner Krankenkasse intensiv beworben wird.

Aber dass hier kein falscher Eindruck entsteht: ich bin keineswegs ein überaus ambitionierter Läufer, sondern einfach nur ein Gadget-Freak.

Flattr this!