Jan 27 2009

Work in Progress

Seit bei mir diese schöne Kamera liegt, überlege ich, wie ich die Beschäftigung damit mit meinen sonstigen Interessen verbinden könnte. Nachdem ich mich sehr gerne in der Netzwelt aufhalte, wenn auch nur sporadisch schreibend in einer Öffentlichkeit wie dieser hier, und weil ich so vielleicht auch motiviert bin, öfter mal die Nikon in die Hand zu nehmen, was ich aus Ehrfurcht vor dem Gerät derzeit noch zu selten mache, habe ich mich entschlossen, ein Fotoblog oder auch Phlog zu führen. Da ich die Fotos bewusst nicht im Rahmen dieses Blogs präsentieren möchte, damit sie im Technikgebrabbel nicht untergehen, wird das Phlog auf einer anderen Domain gehostet, die mir zudem noch eine größere Menge an Speicherplatz bietet (ja, ich bin so ein Geek und habe zwei Hosting-Pakete… zu meiner Rechtfertigung sei gesagt, dass ich die Pakete aus vertraglichen Gründen nicht zusammenführen darf, eines der Pakete ist ein in zweifacher Hinsicht limitertes, äußerst günstiges Angebot gewesen). Lediglich ein kleines Widget soll hier auf die aktuellen Bilder hinweisen.

Nun stellt sich mir die Frage, mit welcher Software man denn am besten ein Fotoblog führt. Es gibt ja dedizierte Programme wie PixelPost, aber auch die meisten Blogtools bieten entweder von Haus aus, oder über Plugins entsprechende Funktionalitäten. Nach viel Herumprobieren bin ich letztlich doch wieder zum guten alten WordPress zurückgekehrt, das mir doch das aktivste Projekt mit der schönsten Administrationsoberfläche – vor allem seit Version 2.7 – scheint. Zunächst habe ich überlegt, ob ich die Bilder bei Flickr oder Picasa verwalte, aber da mir die dazu benötigten Plugins nicht zusagen, habe ich die Auswahl auf die beiden wichtigsten Galerie-Erweiterungen konzentriert, nämlich auf nextGEN Gallery von Alex Rabe und YAPB von Johannes Jarolim. Derzeit habe ich mich für das etwas schlichter wirkende YABP entschieden, für das es eine kleine Auswahl angepasster Themes gibt. Gerade dieser Punkt hat mir sehr geholfen, denn ich tue mich sehr schwer, in der Masse von WordPress-Skins ein schönes, für Fotos geeignetes Layout auszuwählen. Meine Grundinstallation ist nun also auf foto.flxb.de zu bewundern. Mal sehen, ob sie mir auch auf Dauer gefällt, oder ob ich noch auf bessere Alternativen stoße.

Beim Durchforsten der unzähligen Themes habe ich mich dazu inspirieren lassen, auch diesem Blog hier mal wieder eine Frischzellenkur zu verpassen. Neben dem neuen Aussehen (das alte in Pink hat mich dann doch zu sehr gestört), das idealerweise zu der festen Breite auch eine variable anbietet, habe ich auch einige der Kategorien wieder eingestampft, beispielsweise den Konsolenkrieg, der mit einem Sieg der PS2 endete, denn nur sie steht noch als DVD-Player neben dem Fernseher – die PlayStation Portable wurde verkauft und der XBox-Umbau zu einem Mediacenter nie vollendet. Ich habe mich außerdem kurz nach dem Jahreswechsel dazu entschlossen, meine Einzelspieler-Aktivitäten sowohl an der Konsole als auch am PC bis auf weiteres zu beenden, so macht es auch keinen Sinn mehr, die Kategorie weiterzuführen. Ähnliche Beweggründe stehen auch hinter den anderen Streichungen. Weitere Änderungen werden sicherlich noch folgen, ich bin noch nicht zufrieden mit der Einteilung.

So, mit dieser Verschlankung geht’s nun weiter.


Jan 15 2009

Neues Jahr, neues Gadget, neues Glück

Was ist passiert? Das gewonnene Navi ist nach langem Hin und Her im neuen Jahr endlich bei mir gelandet, wie erwartet ohne Europakarten. Da diese bei HP so viel kosten wie ein neues Navi wandert es nun wieder zurück in die USA als Geschenk für nahe Verwandte.

Tatsächlich ist wie erhofft Ende November der Touch HD eingetroffen, welcher ein wahnsinnig tolles Display, aber sonst nicht so viel neues gegenüber dem Vorgänger gebracht hat, um darüber zu berichten. In meiner Ankündigung steht schon viel über das Gerät, vielleicht reiche ich da noch was ausführlicheres nach.

Wirklich spannend für mein 2009 ist aber, um es mit cohus Worten zu bezeichnen, der Familienzuwachs – den Gönnern sei hiermit vielmals gedankt!

Das lässt einen von vielen alten Jugendträumen wieder aufleben, nämlich den von der intensiven Beschäftigung mit der Fotografie. Mit viel Enthusiasmus habe ich die im VHS-Kurs vor Jahren erlernte Theorie per sehr empfehlenswertem Online-Fotolehrgang wieder aufgefrischt und mich in die schier unendliche Welt der Foto-Fans im Internet gestürzt. Ausgehend vom DSLR-Forum, in dem ich einiges über kostspielige Ausrüstungsgegenstände gelernt, eine Ahnung von den Sparten der Fotografie und ihre Ausprägungen bekommen, eine Quelle für diverse Ratschläge und Anleitungen zu Technik, Vorgehensweise und Bildbearbeitung aufgetan, aber auch die verbitterten Fronten der scheinbar allgegenwärtigen Markenfetischisten (“Meine C.n ist toller als Deine N.n!”) wiedergefunden habe, habe ich mich vorsichtig zu den Bilder-Galerien vorgetastet, um einen Eindruck von der Bandbreite der Möglichkeiten zu bekommen, die dieses Hobby bietet. Zunächst habe ich mich dort auf die Bilder, die mit meinem Gehäuse oder mit meinem Objektiv geschossen wurden, beschränkt. Schließlich aber auch mal in die Flickr-Welt hineingeschnuppert, mich allerdings ebenfalls auf Bilder aus der D90 beschränkt, um irgendeine Auswahl zu treffen. Natürlich kannte ich Flickr als Bilder-Hoster, aber dass es auch sinnvolle Funktionalitäten für Amaterufotografen bietet, wie eben die Suche nach Bildern eines Kameramodells, oder beispielsweise die ausführliche Auswertung der EXIF-Daten, ist mir zuvor nicht aufgefallen. Bekannt war mir schon die große Zahl an Kommentierern, die es wie die Besucher von Kurt halten: “Schönes Bild!”. Ich habe nach kurzer Recherche eine brauchbare Anleitung für konstruktive Bildkritik gefunden und beim Überfliegen festgestellt, dass das ein ganz schöner Zeitfresser werden kann, werde mich daher wohl an die dort propagierte 30-Sekunden-Regel halten: einfach anschauen, auf mich wirken lassen, weiterklicken.

Nur kurz will ich noch auf ein besonderes Feature meiner Kamera eingehen: sie bietet als erste DSLR eine HD-Videofunktion. Das ganze ist recht rudimentär implementiert, mit Monosound und ohne Mikroeingang, und ohne viel Eingriffsmöglichkeiten während der Aufzeichnung (abgesehen vom Fokus, der sich mitziehen lässt), aber 24 Bilder pro Sekunde lassen Kinofeeling aufkommen und bei richtiger Anwendung kann die Aufzeichnungsqualität dank der hochwertigen Optiken und des vergleichsweise großen Sensors durchaus mit dedizierten Camcordern mithalten. Eine Menge Beispielvideos findet man auf dem D90-Channel von vimeo.com.

So, und nun ist es an mir, aus einem Passiv-Fotosportler einen aktiven zu machen. Das erste Übungsprojekt ist schon ins Auge gefasst: Stencils im Viertel.