Mrz 22 2006

The only verdict is vengeance.

V for Vendetta (2005) ist ein von den Wachowski-Brüdern (Matrix) verfilmter Comic, der im London eines totalitären Großbritanniens spielt. Die maskierte Hauptfigur V (Hugo Weaving), intellektueller Untergrund-Revolutionär, aber auch Rächer an den Urhebern seiner Verunstaltung, will das Regime unter dem Kanzler Sutler (John Hurt) stürzen und begegnet dabei zufällig der jungen Evey (Natalie Portman), die er bei sich aufnimmt. Nach und nach kommt sie, und in einer parallelen Handlung ein ermittelnder Inspektor Finch (Stephen Rea), hinter das Geheimnis seiner Herkunft, und entlarven auch noch die Machenschaften der Regierung.

Der Film zeichnet eine für Comics klassisch plakative Welt mit viel ideologischem und visuellem Schwarz / Weiß (und rot ;-) ), aber auch ungewöhnlich viel Grau – und damit meine ich nicht nur typische Farben englischer Städte.

Ich hab mich sehr gut unterhalten gefühlt, von einem Film mit weniger Effekthascherei als Sin City, mehr Stoff zum Nachdenken als typische Superhelden-Streifen, und überzeugend spielenden Darstellern. 6/7 Punkte in der Kategorie Comic-Verfilmung.

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Dez 30 2005

In dulci julibo…

.. nun singet und seid froh! Dieser christlich-weihnachtlichen Aufforderung kann man bei uns jetzt besonders gut nachkommen, denn der Nikolaus hat mir den SingStar in den Stiefel gesteckt. Danke, Nikolaus!
Überhaupt war der Dezember sehr musikalisch geprägt. Am Anfang stand Billy Idol für uns im akustisch leider schlechten Zenith auf der Bühne und hat gerockt wie eh und je. Ein wunderbares Rockkonzert, wie bei der Klassik pünktlich um 20 Uhr ohne Vorband beginnend, mit einem genial aufspielenden Steve Stevens, der auch heute noch mit den Zähnen an seiner Klampfe zupfen kann, als wär er ohne Hände auf die Welt gekommen. Und seine Soli und Einlagen waren einfach großartig. Krönender Abschluss waren fünf Gitarren an der Front, wo es das Konzert hindurch eigentlich nur vier Leute auf der Bühne gab. Ob da die Gitarrenroadies auch mal auf die Bühne durften? Erkannt habe ich jedenfalls niemanden. Und das liegt im Übrigen nicht daran, dass mein Handy im dunklen so unscharfe Bilder macht. :-P
Gitarrenrock!
Auch Ton & Licht haben das beste aus der Location gemacht, der Gesamteindruck war jedenfalls: ich bin beeindruckt, ein Wahnsinns-Konzert!
Keine zwei Wochen später durfte ich nochmal ins Zenith auf das nachgeholte Wir Sind Helden-Konzert, mit gut gelaunten Helden, einem etwa 20 Jahre jüngeren Altersdurchschnitt und einer schönen Palette an Mitsing-Songs.
Heldenhaft
Ich hab die fröhlich-friedliche Stimmung im Clubkonzert mit zweieinhalb Tausend Leuten jedenfalls sehr genossen. Da ich grad eine Zahl in den Raum geworfen hab: was schätzt Ihr denn so, wieviele Leute dürfen bei Konzerten in die Halle rein?
Die musikalischen Highlights haben mir jedenfalls den Dezember versüßt. Jubel Jubel. Freu Freu.*

* Zitiert aus Ren & Stimpy Episode „Stimpy’s Invention“. Die wiederum zitieren ein Song von Burl Ives in The Big Country.

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