Feb 9 2009

Neue Normalbrennweite für Nikon DX

Heute hat Nikon eine neues lichtstarkes Objektiv mit Festbrennweite für DX-Kameras vorgestellt, das Nikkor AF-S DX 35mm 1:1.8 G. Highlights sind neben der Lichtstärke der Ultraschall-Fokusmotor, der die Linse auch für D40- und D60-Besitzer interessant macht, sowie die Möglichkeit, diesen manuell zu übergehen, um Fokusprobleme kurzerhand selbst zu korrigieren. Mal sehen, was die ersten Tests zur Bildqualität so sagen, vielleicht löst es ja das Nikon AF D 50mm/1.8 als meine als nächstes avisierte Linse ab. Die Normalbrennweite für mein Sensorformat gefällt mir jedenfalls schon mal besser, genauso wie die per Kamera steuerbare Blende. Da der Preis auch noch bei erträglichen 200 Euro sein soll, habe ich gar kein Argument mehr gegen die Umentscheidung.


Jan 15 2009

Neues Jahr, neues Gadget, neues Glück

Was ist passiert? Das gewonnene Navi ist nach langem Hin und Her im neuen Jahr endlich bei mir gelandet, wie erwartet ohne Europakarten. Da diese bei HP so viel kosten wie ein neues Navi wandert es nun wieder zurück in die USA als Geschenk für nahe Verwandte.

Tatsächlich ist wie erhofft Ende November der Touch HD eingetroffen, welcher ein wahnsinnig tolles Display, aber sonst nicht so viel neues gegenüber dem Vorgänger gebracht hat, um darüber zu berichten. In meiner Ankündigung steht schon viel über das Gerät, vielleicht reiche ich da noch was ausführlicheres nach.

Wirklich spannend für mein 2009 ist aber, um es mit cohus Worten zu bezeichnen, der Familienzuwachs – den Gönnern sei hiermit vielmals gedankt!

Das lässt einen von vielen alten Jugendträumen wieder aufleben, nämlich den von der intensiven Beschäftigung mit der Fotografie. Mit viel Enthusiasmus habe ich die im VHS-Kurs vor Jahren erlernte Theorie per sehr empfehlenswertem Online-Fotolehrgang wieder aufgefrischt und mich in die schier unendliche Welt der Foto-Fans im Internet gestürzt. Ausgehend vom DSLR-Forum, in dem ich einiges über kostspielige Ausrüstungsgegenstände gelernt, eine Ahnung von den Sparten der Fotografie und ihre Ausprägungen bekommen, eine Quelle für diverse Ratschläge und Anleitungen zu Technik, Vorgehensweise und Bildbearbeitung aufgetan, aber auch die verbitterten Fronten der scheinbar allgegenwärtigen Markenfetischisten (“Meine C.n ist toller als Deine N.n!”) wiedergefunden habe, habe ich mich vorsichtig zu den Bilder-Galerien vorgetastet, um einen Eindruck von der Bandbreite der Möglichkeiten zu bekommen, die dieses Hobby bietet. Zunächst habe ich mich dort auf die Bilder, die mit meinem Gehäuse oder mit meinem Objektiv geschossen wurden, beschränkt. Schließlich aber auch mal in die Flickr-Welt hineingeschnuppert, mich allerdings ebenfalls auf Bilder aus der D90 beschränkt, um irgendeine Auswahl zu treffen. Natürlich kannte ich Flickr als Bilder-Hoster, aber dass es auch sinnvolle Funktionalitäten für Amaterufotografen bietet, wie eben die Suche nach Bildern eines Kameramodells, oder beispielsweise die ausführliche Auswertung der EXIF-Daten, ist mir zuvor nicht aufgefallen. Bekannt war mir schon die große Zahl an Kommentierern, die es wie die Besucher von Kurt halten: “Schönes Bild!”. Ich habe nach kurzer Recherche eine brauchbare Anleitung für konstruktive Bildkritik gefunden und beim Überfliegen festgestellt, dass das ein ganz schöner Zeitfresser werden kann, werde mich daher wohl an die dort propagierte 30-Sekunden-Regel halten: einfach anschauen, auf mich wirken lassen, weiterklicken.

Nur kurz will ich noch auf ein besonderes Feature meiner Kamera eingehen: sie bietet als erste DSLR eine HD-Videofunktion. Das ganze ist recht rudimentär implementiert, mit Monosound und ohne Mikroeingang, und ohne viel Eingriffsmöglichkeiten während der Aufzeichnung (abgesehen vom Fokus, der sich mitziehen lässt), aber 24 Bilder pro Sekunde lassen Kinofeeling aufkommen und bei richtiger Anwendung kann die Aufzeichnungsqualität dank der hochwertigen Optiken und des vergleichsweise großen Sensors durchaus mit dedizierten Camcordern mithalten. Eine Menge Beispielvideos findet man auf dem D90-Channel von vimeo.com.

So, und nun ist es an mir, aus einem Passiv-Fotosportler einen aktiven zu machen. Das erste Übungsprojekt ist schon ins Auge gefasst: Stencils im Viertel.


Okt 29 2008

Travel Companion

Demnächst darf ich mich über ein Upgrade meiner Autonavigation freuen: ich habe bei einer Verlosung anläßlich des achten Geburtstages meines liebsten PocketPC-News-Portals PocketPCThoughts.com einen HP iPAQ 310 Travel Companion gewonnen! Das ist ein portables Navi mit großem 4,3″-Touchscreen bei einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln und einem Zwei-Kern-Prozessor mit 600 MHz, welches sich durch 3D-Navigation und Multimedia-Funktionen auszeichnet. Da es sich um die US-Version handelt (der Seitenbetreiber sitzt in den USA), bin ich gespannt, ob sich nur US-Kartenmaterial darauf befindet, und ob ich europäische Karten dafür finde.


Sep 27 2008

HTC Touch HD – more than a Dream

Derzeit gibt es ja viel Bewegung auf dem Smartphone-, besser dem PDA-Phone-Markt, oder einfach gesagt bei den Alleskönner-Handies. Da wäre das Samsung Omnia, das es seit kurzem zu kaufen gibt, das SonyEricsson Xperia X1, auf das man sich nur noch bis Oktober gedulden muss, der Touch Diamond von HTC, der wohl wegen des relativ günstigen Preises den WinMo-Markt absatzmäßig immer noch zu dominieren scheint, sowie dessen größerer Bruder, der Touch Pro, der mit Business-Features wie TV-Out und Tastatur aufwartet. Und seit dieser Woche weiß auch jeder vom “T-Mobile G1 with Google“, dem ersten Handy mit Googles Handy-Betriebssystem Android. Nur wenige Tage vorher hat der taiwanesische Hersteller HTC, der übrigens neben den eigenen Touch-Modellen sowohl das Xperia X1 als auch das G1 (Codename bis zur Vorstellung: HTC Dream, s. Titel) in seinen Fabrikhallen fertigt, noch schnell einen echten iPhone-Konkurrenten vorgestellt: den Touch HD. Es ist – neben dem seit Ewigkeiten angekündigten China-Klon Meizu M8 – das erste Gerät, das sich schon aufgrund seiner äußeren Erscheinung ganz klar gegen das iPhone positioniert, denn es ist exakt gleich groß und wird ebenfalls vom riesigen Display dominiert. Der große Unterschied findet sich im Betriebssystem, denn der Touch HD kommt mit Windows Mobile 6.1. Da letzteres kein Multitouch unterstützt, wurde auch von der Verwendung eines kapazitiven Displays abgesehen, was ebenfalls eine große Diskrepanz zum iPhone darstellt und Leute ohne Hautwiderstand jubeln lässt (im Urlaub hat mir ein Freund vorgeführt, dass er den iPod Touch deswegen nicht bedienen kann) . Und schließlich ist die Auflösung des Displays mit 800*480 Pixeln (WVGA) dreimal so hoch wie die des aktuell so begehrten Apple-Geräts, was eine detailreichere Darstellung ermöglicht.

Auch in den Details unterscheiden sich die Geräte deutlich, und zwar mit einem starken Übergewicht im Leistungsvergleich auf HTC-Seite – ich denke da an den Wechselakku, microSD-Slot, 5MP-Kamera mit Videofunktion, deutlich vielfältigere Bluetooth-Möglichkeiten, MMS-Funktion, Handschrifterkennung, und nicht zuletzt an die größere Flexibilität durch das immense Softwareangebot. Warum das iPhone trotzdem seinen Platz behaupten wird, liegt eben am Betriebssystem und dessen äußerst intuitiven und gut nutzbaren Bedienkonzept, das sich durch alle Apple-eigenen Anwendungen hindurchzieht, insbesondere dem Browser und dem iPod-MP3-Player, den Killerapplikationen, mit denen letztlich jeder iPhone-Besitzer seinen Kauf legitimiert. Es wurde von Grund auf neu entwickelt und auf das eine Gerät zugeschnitten, wohingegen die Basis für Windows Mobile schon viele Jahre alt ist und unterschiedlichste Hardwareausprägungen bedienen muss(te), ganz zu schweigen von der stiefmütterlichen Behandlung der Weiterentwicklung durch Microsoft, was zu gewissen ‘gestrigen’ Einschränkungen führt, die wohl Gerüchten nach auch mit der derzeit für Ende 2009 angekündigten Nachfolgeversion 7 nicht alle ausgeräumt sein werden.
Da ich wie schon mal erwähnt ein jahrelanger WinMo-Nutzer bin, habe ich mit den Defiziten leben gelernt. Das Touch HD hat deswegen meine Aufmerksamkeit erregt. Nicht zuletzt, weil es ein HTC-Gerät ist, was bedeutet, dass es das von HTC entwickelte TouchFLO mitbringt, welches das Bedienkonzept der wichtigsten Basisanwendungen wie Telefon, Kontakte, Musikplayer, Fotoviewer und Programmstarter ausreichend auf die gerade so angesagte Fingerbedienung anpasst und in Verbindung mit dem aktuellen Opera 9.5 dem iPhone kaum mehr nachsteht.

Ich schreibe das alles, weil mein Handyvertrag zum Jahresanfang ausläuft und ich auf der Pirsch nach einem neuen PDA-Phone bin, das ich mir per Verlängerung oder Neuvertrag zulegen möchte, auch wenn mir der XDA Orbit 2 eigentlich gute Dienste leistet. Bisher war der XDA Diamond Pro (die O2-Version des Touch Pro) mein Favorit, da er eine gut funktionierende QWERTZ-Tastatur und ein VGA-Display bei handlicher Größe bietet – beides Features, die ich mir für mein nächstes Gerät gewünscht habe. Aber nach dem Betrachten der beiden ausführlichen Hands-On-Videos von Generation-PhoneHouse.fr (Englische Version auf YouTube) und dem Münchner Mobile-Tech-Blogger Arne Hess auf the::unwired habe ich einen neuen Favoriten und verzichte sogar auf die Hardware-Tastatur, die ich mir schon so lange wünsche. Jetzt heißt es also abwarten bis das Gerät im November – zunächst exklusiv und ungebranded bei O2 – erscheint. Es ist das erste HTC-Gerät, das O2 nicht zu einem XDA umdesignt, vermutlich, weil es so schneller auf den Markt gebracht werden kann.

Drückt mir die Daumen, dass ich nicht enttäuscht werde und ich das Gerät schon im November in Händen halten kann!


Aug 20 2008

Zertifikate von Network Solutions auf dem PDA installieren

Mein Arbeitgeber betreibt einige Subdomains mit SSL-Verschlüsselung, z.B. für den Exchange-Zugriff. Um die Kosten für die dafür benötigten Zertifikate zu senken, wurde nun ein sogenanntes Wildcard-Zertifikat angeschafft, das für alle Subdomains gültig ist. Unser Aussteller bzw. Anbieter hierfür ist Network Solutions, wo so ein Zertifikat im Jahr ca. 440 US$ kostet – zum Vergleich: ein Zertifikat für eine einzelne Subdomain kostet mindestens 90 US$ pro Jahr.

Nun ist es so, dass dieses Wildcard-Zertifikat mit einer Kette von hierarchisch höher stehenden Zertifikaten abgesichert ist. Damit die Verschlüsselung vom Client, also zum Beispiel dem Browser, als gültig akzeptiert wird, müssen also die entsprechenden Zertifikate installiert sein. Welche genau das sind, findet man am einfachsten mit einem Webbrowser heraus, indem man eine abgesicherte Subdomain mit HTTPS aufruft und sich die Details der Zertifikats anzeigen lässt. Für die ganze Kette schreibt man sich die Seriennummern heraus, um später abzugleichen, welche Zertifikate genau installiert werden müssen, manchmal gibt es nämlich mehrere des gleichen Ausstellers.

Auf einem WinMo-Gerät sind die benötigten Zertifikate für Network Solutions nicht vorinstalliert. Falls man ActiveSync gegen einen entsprechend abgesicherten Exchange-Server einrichten möchte, wird der Sync-Vorgang mit einem Fehlercode 0x80072F0D abgebrochen. Man muss die Zertifikate also nachinstallieren.
Der Internet Explorer 7 hat alle benötigten Zertifikate bereits an Bord, ansonsten findet man alle Network Solutions-Zertifikate über einen Support-Artikel. Aus dem IE kann man sie auch im richtigen Format für den PDA (DER-codiert binär X.509, Endung .cer) exportieren. Die so erzeugten CER-Files dann einfach auf den PDA übertragen und dort über den DateiExplorer doppelklicken, sie werden installiert und schon kann man ohne Zertifikatswarnung auf die Wildcard-Zertifikate zugreifen und auch den Sync mit Exchange durchführen.


Jul 10 2008

Tatsch-Kumpel

Ist Euch schon mal aufgefallen, dass das umgangssprachliche “betatschen” wohl vom englischen “to touch” kommt? Jedenfalls nutze ich auf meinem PDA eine spezielle Software namens “TouchPal” für die Eingabe von Buchstaben, Zahlen und Zeichen. Die Namensgebung soll darauf hinweisen, dass das Spezialgebiet die Eingabe per Finger ist. Von Haus aus unterstützt WinMo nämlich keine Fingereingabe, sondern ausschließlich das Schreiben mit einem Stift / Griffel, dafür aber in verschiedenen Ausführungen:

  • per Zeicheneingabe (nacheinander auf die gleiche Stelle Buchstaben schreiben)
  • per Schrifteingabe (einfach wie auf dem Papier schreiben)
  • per virtueller Tastatur (winzige Tastenbilder zum antippen)

Mit meinem o2 Xda orbit 2, welcher von HTC gefertigt wird, kam bereits eine von HTC entwickelte Alternative mit, die die Eingabe per Finger erlaubte, auf Handy-ähnlich mehrfach belegten, größeren Tastenbildern.
TouchPal geht in die selbe Richtung, zeichnet sich aber durch eine Menge Zusatzfeatures aus, von denen sich auch die iPhone-Eingabe noch ein Scheibchen abschneiden könnte. Vor kurzem wurde die Version 3.5 veröffentlicht, mit der es beispielsweise möglich ist, Wortvorschläge aus der Gesamtheit der installierten Sprachwörterbücher anzeigen zu lassen. Bei den vielen Anglizismen in meiner Kommunikation äußerst hilfreich. Auch die Eingabe der Umlaute ist schnell verstanden, eine Auswahl aller Varianten (z.B. für a das ä, á, à, â) erscheint bei längerem Druck auf den lateinischen Buchstaben. Um die Fläche der virtuellen Tasten zu vergrößern, vereint TouchPal jeweils zwei Buchstaben der QWERTY- bzw. QWERTZ-Tastatur (je nach gewählter Hauptsprache) auf einem Tastenfeld und wählt T9-ähnlich aus einem Wörterbuch die entsprechenden Alternativen aus. Es gibt sogar kontext-sensitive Wortvorschläge für das Folgewort.
Mit dieser Version hat TouchPal mich endgültig als Nutzer gewonnen, in erster Linie wegen der deutschen Eingabe auf einer englischen WinMo-Version, aber letztlich wegen der guten Handhabung. Ich liebäugle zwar immer noch mit einem Gerät mit Hardware-Tastatur wie z.B. das kommende HTC Touch Pro, aber ich würde jetzt auch darauf verzichten, wenn es entsprechende Alternativen gäbe. Das HTC Diamond ist übrigens keine, da ihm ein Speicherkartenslot fehlt.

Womit ich zu einer weiteren Schlussfolgerung gelange: auch mein nächstes Handy wird kein iPhone sein. Einschränkungen wie das vergleichsweise karge Softwareangebot, der fehlende Speicherkartenslot, der fest eingebaute Akku (trotz starkem Stromverbrauch bei UMTS-Nutzung) und die beschränkten Beschaffungsmöglichkeiten (Vertragsbindung an T-Mobile oder debitel) möchte ich nicht hinnehmen, ganz zu schweigen von so grundlegenden Defiziten wie die fehlende Cut&Paste-Funktion.


Jun 26 2008

Der digitale Assistent

Seit ein paar Jahren schon benutze ich einen “Personal Digital Assistant” (PDA), um einen papiernen Terminplaner zu ersetzen und meine Termine und Kontakte zu verwalten. Unterbrochen durch einen kurzen Ausflug in die Blackberry-Welt kommen zuletzt Geräte der Xda-Serie von o2 zum Einsatz, die auch Handyfunktionen bieten und mir die doppelte Pflege von Telefonnummern ersparen.
Ich möchte vorab darauf hinweisen, dass ein Xda nicht ohne weiteres mit einem “gewöhnlichen” Handy vergleichbar ist – Hauptschwachpunkt: Windows Mobile 6 ist vergleichsweise träge und instabil. Ein Bootvorgang dauert bei mir etwa Minute bis zur Eingabe der PIN, und ich muss derzeit ein- bis zweimal in der Woche neu starten, weil das Gerät abgestürzt oder der Akku leer gelaufen ist. Auch das Bedienkonzept weicht stark von einer Handybedienung ab. Ich rate daher nur eingeschränkt dazu, ein WinMo 6-Gerät in Erwägung zu ziehen: entweder man hat schon reichlich Erfahrung mit Windows-PDAs und möchte ein hochintegriertes Gerät, oder man ist mit dem Funktionsumfang der einfacher zu bedienenden Smartphones wie SonyEricssons P1, Nokias N95 oder Apples iPhone nicht zufrieden und nimmt dafür obige Nachteile in Kauf. Man muss einfach wissen und akzeptieren, worauf man sich da einlässt.
Kurz: ich empfehle Smartphone-Einsteigern ohne Windows-PDA-Erfahrung, sich andere Geräte anzuschauen, insbesondere das neue iPhone, das mich von der Bedienoberfläche her beeindruckt.
So, das als Disclaimer vorab – nicht dass jemand noch auf die Idee kommt, er könne damit sein Nokia 3310 ablösen… das gibt böse Überraschungen!

Seit Anfang des Jahres besitze ich also das o2 Xda-Modell “orbit 2“, das beim eigentlichen Hersteller HTC in anderer Gehäuseform, ohne Branding und mit weniger Zubehör “Touch Cruise” genannt wird, wohl weil es sowohl eine Fingerbedienung unterstützt, als auch einen GPS-Empfänger integriert und die Navigationssoftware TomTom beiliegt. Zum Prahlen taugte der PDA vor dem Erscheinen des 3G iPhone wegen der vielen unterstützten Schnittstellen und Standards, auf die Apple-Besitzer der ersten Generation teilweise noch verzichten mussten: Quad-Band GSM, GPRS, EDGE, UMTS mit HSDPA, WLAN 802.11b/g, Bluetooth 2.0 mit A2DP, GPS, USB 2.0, microSDHC, 3MP Kamera plus zweite VGA-Kamera für Videotelefonie, UKW-Radio, und natürlich auch eine große Palette an unterstützten Medienformaten wie MP3, AAC, M4A, WMA, MIDI, MPEG-4, 3GP und H.263 (Liste leicht erweiterbar über Zusatztreiber). Dank des über die Jahre sehr etablierten Betriebsystems Windows Mobile (WinMo) gibt es eine Unmenge an Programmen, die diese Features auf verschiedenste Art und Weise kombinieren und bei mir immer wieder Erstaunen und Entzücken hervorrufen. Zur Veranschaulichung der Bandbreite hier ein paar persönliche Highlights:

  • TomTom (liegt bei): die Autonavigationssoftware führt mit Kartenansicht und Sprachanweisungen durch den Asphaltdschungel, was angesichts der verbreiteten Navigeräte nichts besonderes mehr ist. Ich erwähne sie hier, weil ich als Zielort einfach einen Eintrag aus meinem sowieso gepflegten Adressbuch angeben kann – einer der Vorteile eines All-In-One-Geräts.
  • phoneAlarm (kostenpflichtig): Ein Tool zur Verwaltung der verschiedenen Alarmierungen bei Anruf, SMS, E-Mail, geringem Ladezustand etc. Es sind eine Vielzahl an Profilen möglich, zwischen denen man manuell – aber auch automatisch, z.B. zu bestimmten Uhrzeiten, während im Kalender eingetragenen Besprechungen oder bei Aufenthalt an bestimmten Orten – wechseln kann.
  • run.GPS (kostenpflichtig): Macht aus dem PDA einen Begleiter für Sportler, der zurückgelegte Strecken mitprotokolliert und mithilfe von Google Earth und Google Maps Analysen möglich macht. Man kann auch Trainingspläne erstellen, die für entsprechende Kalendereinträge sorgen. Und nicht zuletzt dient das Programm auch als Navigationsgerät für Routen aus den verschiedenen Wander-, Sportler-Communities wie beispielsweise GPSies.com.
  • Google Maps (Freeware): Wer zu Fuß unterwegs ist, kann sich mit Google Maps besser orientieren als mit Autonavigationssoftware wie TomTom. Zur Installation auf dem PDA die URL http://www.google.com/gmm aufrufen.
  • ScummVM (Open Source Freeware): Ein Emulator, mit dem man die Adventure-Klassiker von LucasArts wie Monkey Island spielen kann.
  • AiroMap (Freeware): Ein WLAN-Tool, mit dem man erreichbare Funknetzwerke und deren Verschlüsselung analysieren, sowie die GPS-Koordinaten festhalten kann.

Ein Schmankerl bei den WinMo-PDAs sind außerdem die großen Communities – die größte deutschsprachige dürfte wohl die PPC-Welt sein. Bei den international ausgerichteten XDA-Developers geht es dann so richtig ans Eingemachte: neben tollen Freeware-Tools ist dort ein großer Volkssport, die neueste WinMo-Version aus dem ROM der aktuellsten PDAs herauszutrennen und für die diversen Modelle anzupassen, sowie in die ROM-Pakete gleich die wichtigsten und besten Anwendungen zu integrieren. Auf diese Weise komme ich bereits in den Genuss des Betriebssystems WinMo 6.1, das mit dem HTC Touch Diamond ausgeliefert wurde, dem neuesten Streich des meiner Meinung nach derzeit wichtigsten Apple-Konkurrenten auf dem PDA-Markt. Leider ohne die neue TouchFLO 3D-Oberfläche, die ist wohl mangels Grafiktreiber nicht performant genug auf meinem Gerät.

Mich assistiert der PDA wirklich ständig, ich verwalte meine Termine und Kontakte, telefoniere, lese und schreibe SMS, lese E-Mails, lese meine Lieblings-Blogs (sofern sie vollständige Beiträge im RSS-Feed haben), lese Nachrichten, höre Musik (dank 8GB-Speicherkarte hab ich eine ausreichend große Auswahl dabei), navigiere im Auto und protokolliere meine Trainingsläufe. Mein nächstes Handy wird wieder ein PDA sein, mal sehen, ob ich WinMo treu bleibe…


Apr 26 2007

PSP-Tuning (1): Firmware Flashing

So, hier also der erste brauchbare Artikel in der neuen Konsolenrubrik. Heute beschäftige ich mich mal mit der PSP und poste eine Anleitung, wie ich sie mit der Firmware 3.40 OE-A geflasht habe. Dazu habe ich den Update-Maker von Dark_AleX heruntergeladen, sowie die Original-Firmware 3.40 und die Original-Firmware 1.50. An dieser Stelle der obligatorische Hinweis, dass man bei diesem Vorgang seine PSP zerstören (“bricken”; in einen Ziegelstein verwandeln) kann, wenn man nicht sorgfältig vorgeht. Ich übernehme natürlich keine Gewähr, sollte die Nachahmung nicht klappen. Die Garantie wird dabei vermutlich auch verfallen. Es ist aber wirklich einfach zu bewerkstelligen.

Zuerst nacheinander die beiden EBOOT.PBP aus den Original-Firmware-Downloads entpacken und nach 340.PBP bzw. 150.PBP umbenennen, dann den Update-Maker entpacken und die beiden PBP-Dateien in das Verzeichnis oeupdmaker verschieben. Auf dem MemoryStick über den USB-Modus ca. 60MB freien Platz schaffen und anschließend die beiden Verzeichnisse oeupdmaker und oeupdmaker% auf den MemoryStick in der PSP in das Verzeichnis PSPGAME kopieren. Über das PSP-Menü “Game” -> “Memory Stick” kann man den Update Maker starten, der die beiden Firmware-Versionen auf Echtheit prüft, kombiniert und ein paar Erweiterungen hinzufügt. Nach ca. 10 Minuten liegt in dem Verzeichnis eine ca. 18MB große Datei DATA.DXAR. Nun wieder im USB-Modus die Verzeichnisse 340oeflasher und 340oeflasher% ebenfalls nach PSPGAME kopieren und die DATA.DXAR auf dem Stick in das Verzeichnis 340oeflasher verschieben.

Jetzt braucht man nur noch mindestens 75% Batterieladung und schon kann man über das PSP-Menü den Flashvorgang wie ein Spiel vom MemoryStick starten. Nach einer Sicherheitsabfrage in rosa und wenigen Minuten Wartezeit wird man aufgefordert, die PSP neu zu starten. Fertig! Die vier kopierten Verzeichnisse kann man nun einfach wieder vom MemoryStick löschen.

Eines der vielen Features der OE-A Version ist, ohne großen Aufwand die Sicherheitskopien seiner UMDs direkt aus dem PSP-Menü zu starten. Dazu muss man sie lediglich auf den MemoryStick in ein Verzeichnis namens ISO (muss im Hauptverzeichnis liegen) kopieren. Sie kann außerdem mit komprimierten ISO-Files umgehen, und zwar sowohl mit dem CSO-Format, als auch mit dem DAX-Format (stammt ebenfalls von Dark_AleX). Da die Kompression verlustfrei ist, spart man Platz, ohne Zwischensequenzen oder Hintergrundmusik entfernen (nennt sich “rippen”) zu müssen. Um meine ISO-Dateien zu komprimieren, verwende ich das einfach zu bedienende Tool YACC (Link funktioniert bei mir nur im IE). Somit kann man seine Spiele ohne UMD-Transportproblem und ohne Wechselorgie in der PSP mitführen.

Meine Empfehlungen für gute PSP-Communities sind das PSP-Forum bei Maxconsole.net und das bei QJ.net. Auf den Beiträgen dort basiert diese Anleitung, und auch Teil 2 dieser Artikelserie stützt sich auf das Know-How dieser Foren: ich werde erläutern wie man das Menü und die Icons durch ein hübscheres Theme ersetzen kann. Später folgen noch Artikel zur ISO-Erstellung, zur Video-Konvertierung und wie man die Firmware 1.50 wieder herstellt, falls man die OE-A-Version wieder loswerden will (warum auch immer).