Jan 28 2009

Schreib mal wieder!

Und ich wundere mich schon, warum ich leere Kommentar-Infomails bekomme… die Kommentarfunktion hier im Blog war kaputt, nachdem die entsprechende Datenbanktabelle durch eine unvollständige SQL-Aktion blockiert war. Das habe ich leider erst jetzt gemerkt, als ich ein paar Erweiterungen zur Kommentarfunktion installiert habe (z.B. ein Captcha). Die Reparatur hat zum Glück nur ein paar Mausklicks gedauert, man kann bei meinen Beiträgen nun also endlich wieder seinen Senf dazugeben.


Jan 27 2009

Work in Progress

Seit bei mir diese schöne Kamera liegt, überlege ich, wie ich die Beschäftigung damit mit meinen sonstigen Interessen verbinden könnte. Nachdem ich mich sehr gerne in der Netzwelt aufhalte, wenn auch nur sporadisch schreibend in einer Öffentlichkeit wie dieser hier, und weil ich so vielleicht auch motiviert bin, öfter mal die Nikon in die Hand zu nehmen, was ich aus Ehrfurcht vor dem Gerät derzeit noch zu selten mache, habe ich mich entschlossen, ein Fotoblog oder auch Phlog zu führen. Da ich die Fotos bewusst nicht im Rahmen dieses Blogs präsentieren möchte, damit sie im Technikgebrabbel nicht untergehen, wird das Phlog auf einer anderen Domain gehostet, die mir zudem noch eine größere Menge an Speicherplatz bietet (ja, ich bin so ein Geek und habe zwei Hosting-Pakete… zu meiner Rechtfertigung sei gesagt, dass ich die Pakete aus vertraglichen Gründen nicht zusammenführen darf, eines der Pakete ist ein in zweifacher Hinsicht limitertes, äußerst günstiges Angebot gewesen). Lediglich ein kleines Widget soll hier auf die aktuellen Bilder hinweisen.

Nun stellt sich mir die Frage, mit welcher Software man denn am besten ein Fotoblog führt. Es gibt ja dedizierte Programme wie PixelPost, aber auch die meisten Blogtools bieten entweder von Haus aus, oder über Plugins entsprechende Funktionalitäten. Nach viel Herumprobieren bin ich letztlich doch wieder zum guten alten WordPress zurückgekehrt, das mir doch das aktivste Projekt mit der schönsten Administrationsoberfläche – vor allem seit Version 2.7 – scheint. Zunächst habe ich überlegt, ob ich die Bilder bei Flickr oder Picasa verwalte, aber da mir die dazu benötigten Plugins nicht zusagen, habe ich die Auswahl auf die beiden wichtigsten Galerie-Erweiterungen konzentriert, nämlich auf nextGEN Gallery von Alex Rabe und YAPB von Johannes Jarolim. Derzeit habe ich mich für das etwas schlichter wirkende YABP entschieden, für das es eine kleine Auswahl angepasster Themes gibt. Gerade dieser Punkt hat mir sehr geholfen, denn ich tue mich sehr schwer, in der Masse von WordPress-Skins ein schönes, für Fotos geeignetes Layout auszuwählen. Meine Grundinstallation ist nun also auf foto.flxb.de zu bewundern. Mal sehen, ob sie mir auch auf Dauer gefällt, oder ob ich noch auf bessere Alternativen stoße.

Beim Durchforsten der unzähligen Themes habe ich mich dazu inspirieren lassen, auch diesem Blog hier mal wieder eine Frischzellenkur zu verpassen. Neben dem neuen Aussehen (das alte in Pink hat mich dann doch zu sehr gestört), das idealerweise zu der festen Breite auch eine variable anbietet, habe ich auch einige der Kategorien wieder eingestampft, beispielsweise den Konsolenkrieg, der mit einem Sieg der PS2 endete, denn nur sie steht noch als DVD-Player neben dem Fernseher – die PlayStation Portable wurde verkauft und der XBox-Umbau zu einem Mediacenter nie vollendet. Ich habe mich außerdem kurz nach dem Jahreswechsel dazu entschlossen, meine Einzelspieler-Aktivitäten sowohl an der Konsole als auch am PC bis auf weiteres zu beenden, so macht es auch keinen Sinn mehr, die Kategorie weiterzuführen. Ähnliche Beweggründe stehen auch hinter den anderen Streichungen. Weitere Änderungen werden sicherlich noch folgen, ich bin noch nicht zufrieden mit der Einteilung.

So, mit dieser Verschlankung geht’s nun weiter.


Jan 18 2009

Vintage gaming

Erinnert Ihr Euch noch an die Computerspiele aus Eurer Jugend? Die meisten davon sind inzwischen sicherlich Abandonware, also vom Hersteller oder Rechteinhaber nicht mehr weiter vertrieben, entweder weil sich der Aufwand nicht lohnt, oder weil er schlichtweg nicht mehr existiert. Da das Anbieten von Downloads dieser Spiele trotz offensichtlichem Desinteresse rechtlich bedenklich ist und meist nur geduldet wird, hat man kaum noch Möglichkeiten, an die Perlen der Jugendzeit nochmal heranzukommen. Auf abandonia.com beispielsweise gibt es aber neben einer umfangreichen Liste mit über 1000 Titeln auch einige Downloads, darunter viele Titel, die ich mal gespielt habe. Kostprobe gefällig? Es gibt Rennspiele wie Re-Volt oder die Micro Machines (2), Actiontitel wie Commander Keen 6 oder Simulatoren wie Elite Plus, F-19 Stealth Fighter und Aces over Europe. Ich finde in der Datenbank auch Pirates!, Silpheed und so viele weitere Titel, dass ich überlege, ob ich nicht mal eine Seite mit der Liste aller von mir gespielten Spiele, die man dort herunterladen kann, zusammenstelle. Man kann so gut wie alle Titel auch unter Windows XP und Vista genießen, indem man auf das Freeware-Projekt DOSBox zurückgreift. Das tagelange Optimieren des Arbeitsspeicherverbrauchs unterhalb der 640kB-Grenze entfällt damit übrigens glücklicherweise.

Vor kurzem wurde ich in dem Zusammenhang auf Good Old Games aufmerksam gemacht, ein Online-Shop, der sich der Abandonware angenommen hat und viele davon legal zum Schnäppchenpreis vertreibt, jeweils mit Anleitung, wie man das Spiel unter aktuellen Windows-Systemen zum Laufen bekommt. Eine schlaue Geschäftsidee, muss ich da sagen.

Neben ganz alten Spielen interessiere ich mich auch für gut gemachte Remakes, also Spiele, die alten Kultklassikern nacheifern. Drei Vertreter dieser Gattung möchte ich kurz vorstellen:

Kennt Ihr vielleicht auch noch die eine oder andere Perle in diesem Sektor?


Jan 15 2009

Neues Jahr, neues Gadget, neues Glück

Was ist passiert? Das gewonnene Navi ist nach langem Hin und Her im neuen Jahr endlich bei mir gelandet, wie erwartet ohne Europakarten. Da diese bei HP so viel kosten wie ein neues Navi wandert es nun wieder zurück in die USA als Geschenk für nahe Verwandte.

Tatsächlich ist wie erhofft Ende November der Touch HD eingetroffen, welcher ein wahnsinnig tolles Display, aber sonst nicht so viel neues gegenüber dem Vorgänger gebracht hat, um darüber zu berichten. In meiner Ankündigung steht schon viel über das Gerät, vielleicht reiche ich da noch was ausführlicheres nach.

Wirklich spannend für mein 2009 ist aber, um es mit cohus Worten zu bezeichnen, der Familienzuwachs – den Gönnern sei hiermit vielmals gedankt!

Das lässt einen von vielen alten Jugendträumen wieder aufleben, nämlich den von der intensiven Beschäftigung mit der Fotografie. Mit viel Enthusiasmus habe ich die im VHS-Kurs vor Jahren erlernte Theorie per sehr empfehlenswertem Online-Fotolehrgang wieder aufgefrischt und mich in die schier unendliche Welt der Foto-Fans im Internet gestürzt. Ausgehend vom DSLR-Forum, in dem ich einiges über kostspielige Ausrüstungsgegenstände gelernt, eine Ahnung von den Sparten der Fotografie und ihre Ausprägungen bekommen, eine Quelle für diverse Ratschläge und Anleitungen zu Technik, Vorgehensweise und Bildbearbeitung aufgetan, aber auch die verbitterten Fronten der scheinbar allgegenwärtigen Markenfetischisten (“Meine C.n ist toller als Deine N.n!”) wiedergefunden habe, habe ich mich vorsichtig zu den Bilder-Galerien vorgetastet, um einen Eindruck von der Bandbreite der Möglichkeiten zu bekommen, die dieses Hobby bietet. Zunächst habe ich mich dort auf die Bilder, die mit meinem Gehäuse oder mit meinem Objektiv geschossen wurden, beschränkt. Schließlich aber auch mal in die Flickr-Welt hineingeschnuppert, mich allerdings ebenfalls auf Bilder aus der D90 beschränkt, um irgendeine Auswahl zu treffen. Natürlich kannte ich Flickr als Bilder-Hoster, aber dass es auch sinnvolle Funktionalitäten für Amaterufotografen bietet, wie eben die Suche nach Bildern eines Kameramodells, oder beispielsweise die ausführliche Auswertung der EXIF-Daten, ist mir zuvor nicht aufgefallen. Bekannt war mir schon die große Zahl an Kommentierern, die es wie die Besucher von Kurt halten: “Schönes Bild!”. Ich habe nach kurzer Recherche eine brauchbare Anleitung für konstruktive Bildkritik gefunden und beim Überfliegen festgestellt, dass das ein ganz schöner Zeitfresser werden kann, werde mich daher wohl an die dort propagierte 30-Sekunden-Regel halten: einfach anschauen, auf mich wirken lassen, weiterklicken.

Nur kurz will ich noch auf ein besonderes Feature meiner Kamera eingehen: sie bietet als erste DSLR eine HD-Videofunktion. Das ganze ist recht rudimentär implementiert, mit Monosound und ohne Mikroeingang, und ohne viel Eingriffsmöglichkeiten während der Aufzeichnung (abgesehen vom Fokus, der sich mitziehen lässt), aber 24 Bilder pro Sekunde lassen Kinofeeling aufkommen und bei richtiger Anwendung kann die Aufzeichnungsqualität dank der hochwertigen Optiken und des vergleichsweise großen Sensors durchaus mit dedizierten Camcordern mithalten. Eine Menge Beispielvideos findet man auf dem D90-Channel von vimeo.com.

So, und nun ist es an mir, aus einem Passiv-Fotosportler einen aktiven zu machen. Das erste Übungsprojekt ist schon ins Auge gefasst: Stencils im Viertel.


Okt 29 2008

Travel Companion

Demnächst darf ich mich über ein Upgrade meiner Autonavigation freuen: ich habe bei einer Verlosung anläßlich des achten Geburtstages meines liebsten PocketPC-News-Portals PocketPCThoughts.com einen HP iPAQ 310 Travel Companion gewonnen! Das ist ein portables Navi mit großem 4,3″-Touchscreen bei einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln und einem Zwei-Kern-Prozessor mit 600 MHz, welches sich durch 3D-Navigation und Multimedia-Funktionen auszeichnet. Da es sich um die US-Version handelt (der Seitenbetreiber sitzt in den USA), bin ich gespannt, ob sich nur US-Kartenmaterial darauf befindet, und ob ich europäische Karten dafür finde.


Okt 24 2008

Rechtig bloggen

In den letzten Tagen war ja einiges über die gewonnene Klage des Hamburger Künstlers Thomas “PsykoMaN” Horn gegen die Google Bildersuche zu lesen. Gestern hat SEO-united ein Interview mit Thomas Horn veröffentlicht, in dem letzterer die Gelegenheit bekommt, seine Position in dem Rechtsstreit zu erläutern. Ich kann die Beweggründe nachvollziehen, verstehe aber noch nicht so ganz, warum Google verklagt wurde, wo der Künstler doch gegen Plagiate vorgehen will. Aber vielleicht ist es die gleiche Grundlage, wegen der ebay nun jegliche Produktpiraten aus dem Angebot verbannt.

Jedenfalls bin ich von dieser Thematik ausgehend ein wenig abgescheift und habe mich durch Blogeinträge und Infoseiten gehangelt, die sich mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen beim Betreiben eines privaten Blogs beschäftigen. Zugegemenermaßen ein schon etwas älteres Thema, das die Blogger seit Einführung des Teledienste/Medien-Gesetzes beschäftigt. Ich wollte wissen, was denn der aktuelle Stand ist im Hinblick auf Anbieterkennzeichnung, Verlinkungen und das Einbetten von Inhalten wie Zitaten, Bildern oder Videos. Dabei bin ich auf eine Menge lesenswerter Artikel gestoßen (s.u.), die teilweise auch schon älter sind, denn viel scheint sich bei der Thematik nicht zu bewegen.
Zusammenfassend werde ich mir wohl für dieses Blog sicherheitshalber ein Impressum mit Haftungsausschluss und Datenschutzhinweis zulegen, auch wenn ich es eigentlich nicht geschäftsmäßig sondern zu rein privaten Zwecken betreibe. Die Telefonnummer lasse ich dabei bewusst weg, man erreicht mich auch per Mail ziemlich direkt.

Hier eine Auswahl an interessanten Artikeln zum Thema:


Okt 19 2008

Hunger und Camille

Es gab bisher nicht viele Momente, in denen ich dem Französisch-Unterricht der Schule nachtrauerte – seit meinen Traumata mit schlechten Klausurnoten wegen ständig vergessener Genus- oder Numerus-Anpassungen hatte ich schon im zweiten Jahr ein schnelles Ende des Sprachunterrichts herbeigesehnt und nur noch wenig für eine Verbesserung der Kenntnisse getan. Und wie es halt immer so im Leben läuft, bereut man die eine oder andere Jugendsünde – oder hasst die pädagogisch unfähigen Lehrerinnen von damals (ich hatte in Französisch nur weibliche).

Jedenfalls war vergangenen Mittwoch einer der Abende, an denen ich mir wünschte, ich würde mehr verstehen als eine Handvoll Substantive und Verben. Okay, die Bedingungen waren erschwert, da zumeist gesungen wurde, aber ich hätte gerne mit dem frankophilen Publikum mitgelacht, als Camille bei ihrem Konzert in der Muffathalle ihre ab und zu wohl recht humorigen Liedtexte zum Besten gab. Trotzdem kam ich auch so auf meine Kosten, denn auch ohne viel von den besungenen Themen mitbekommen zu haben (ehrlicherweise bemühte ich mich auch bei den englischsprachigen Songs nicht besonders um das Textverständnis), war es eine wunderbare Performance. Die ursprünglich als klassische Chanson-Sängerin bekannt gewordene Parisienne, die auch beim Projekt Nouvelle Vague teilnahm, welches alte New Wave- und Punk-Klassiker in Bossa Nova-Form interpretiert, ist experimentierfreudig und hat sich zu einer Vokalartistin entwickelt, deren Ausdrucksform nicht mehr nur der gefällige Gesang ist. Es ist die Gesamtperformance ihrer Show, mit der die Dreißigjährige ihr Publikum verzaubert. Sie wirkt sensibel, aber auch kraftvoll und – im positiven Sinne – durchgeknallt. Auch wenn ich den Vergleich mit Björk unangebracht finde: ich kann mir vorstellen, wie man darauf kommen mag. Beim Auftritt darf man natürlich die begleitenden Künstler nicht außer Acht lassen: neben zwei Background-Sängerinnen und einer Pianistin waren noch zwei attraktive Tänzer auf der Bühne, die das weibliche Publikum auch verzückt hätten, wenn sie nicht rhythmisch geklatscht und auf dem mikrofonierten Bühnenpodest gestampft hätten.
Sie waren aber nicht die einzigen männlichen Begleiter und ihre beiden Kollegen waren für meinen Geschmack deutlich beachtenswerter: die beiden Beatbox-Künstler Sly und Ezra, von denen ich zufälligerweise erst kürzlich ein Interview mit einer Kostprobe ihres Könnens (ab 3:17) sah, haben einen Großteil der Songs begleitet und auch Solo-Parts gehabt.

Als Beispiel für die gebotene A Capella-Performance und Crazyness hier das offizielle Video einer recht aktuellen Single:

Manch einer mag sie auch bereits aus einem Ford-Werbespot kennen, weitere Songs und Livemitschnitte findet man natürlich auf YouTube.

Gerahmt wurde Camilles Auftritt übrigens vom Supporting Act Sophie Hunger, eine im vergangenen Jahr hie und da gehypte Schweizer Sängerin, die mit ihrer musikalischen Vielfalt und wunderbar klaren Stimme ebenfalls sehr beeindruckte und bei der letzten Zugabe des Abends die Bühne nochmal für eine gemeinsame Improvisation betrat:

Camille, Sophie Hunger & Company

Camille, Sophie Hunger & Company


Alles in allem wars ein sehr schöner Konzertabend zum Genießen.


Sep 27 2008

HTC Touch HD – more than a Dream

Derzeit gibt es ja viel Bewegung auf dem Smartphone-, besser dem PDA-Phone-Markt, oder einfach gesagt bei den Alleskönner-Handies. Da wäre das Samsung Omnia, das es seit kurzem zu kaufen gibt, das SonyEricsson Xperia X1, auf das man sich nur noch bis Oktober gedulden muss, der Touch Diamond von HTC, der wohl wegen des relativ günstigen Preises den WinMo-Markt absatzmäßig immer noch zu dominieren scheint, sowie dessen größerer Bruder, der Touch Pro, der mit Business-Features wie TV-Out und Tastatur aufwartet. Und seit dieser Woche weiß auch jeder vom “T-Mobile G1 with Google“, dem ersten Handy mit Googles Handy-Betriebssystem Android. Nur wenige Tage vorher hat der taiwanesische Hersteller HTC, der übrigens neben den eigenen Touch-Modellen sowohl das Xperia X1 als auch das G1 (Codename bis zur Vorstellung: HTC Dream, s. Titel) in seinen Fabrikhallen fertigt, noch schnell einen echten iPhone-Konkurrenten vorgestellt: den Touch HD. Es ist – neben dem seit Ewigkeiten angekündigten China-Klon Meizu M8 – das erste Gerät, das sich schon aufgrund seiner äußeren Erscheinung ganz klar gegen das iPhone positioniert, denn es ist exakt gleich groß und wird ebenfalls vom riesigen Display dominiert. Der große Unterschied findet sich im Betriebssystem, denn der Touch HD kommt mit Windows Mobile 6.1. Da letzteres kein Multitouch unterstützt, wurde auch von der Verwendung eines kapazitiven Displays abgesehen, was ebenfalls eine große Diskrepanz zum iPhone darstellt und Leute ohne Hautwiderstand jubeln lässt (im Urlaub hat mir ein Freund vorgeführt, dass er den iPod Touch deswegen nicht bedienen kann) . Und schließlich ist die Auflösung des Displays mit 800*480 Pixeln (WVGA) dreimal so hoch wie die des aktuell so begehrten Apple-Geräts, was eine detailreichere Darstellung ermöglicht.

Auch in den Details unterscheiden sich die Geräte deutlich, und zwar mit einem starken Übergewicht im Leistungsvergleich auf HTC-Seite – ich denke da an den Wechselakku, microSD-Slot, 5MP-Kamera mit Videofunktion, deutlich vielfältigere Bluetooth-Möglichkeiten, MMS-Funktion, Handschrifterkennung, und nicht zuletzt an die größere Flexibilität durch das immense Softwareangebot. Warum das iPhone trotzdem seinen Platz behaupten wird, liegt eben am Betriebssystem und dessen äußerst intuitiven und gut nutzbaren Bedienkonzept, das sich durch alle Apple-eigenen Anwendungen hindurchzieht, insbesondere dem Browser und dem iPod-MP3-Player, den Killerapplikationen, mit denen letztlich jeder iPhone-Besitzer seinen Kauf legitimiert. Es wurde von Grund auf neu entwickelt und auf das eine Gerät zugeschnitten, wohingegen die Basis für Windows Mobile schon viele Jahre alt ist und unterschiedlichste Hardwareausprägungen bedienen muss(te), ganz zu schweigen von der stiefmütterlichen Behandlung der Weiterentwicklung durch Microsoft, was zu gewissen ‘gestrigen’ Einschränkungen führt, die wohl Gerüchten nach auch mit der derzeit für Ende 2009 angekündigten Nachfolgeversion 7 nicht alle ausgeräumt sein werden.
Da ich wie schon mal erwähnt ein jahrelanger WinMo-Nutzer bin, habe ich mit den Defiziten leben gelernt. Das Touch HD hat deswegen meine Aufmerksamkeit erregt. Nicht zuletzt, weil es ein HTC-Gerät ist, was bedeutet, dass es das von HTC entwickelte TouchFLO mitbringt, welches das Bedienkonzept der wichtigsten Basisanwendungen wie Telefon, Kontakte, Musikplayer, Fotoviewer und Programmstarter ausreichend auf die gerade so angesagte Fingerbedienung anpasst und in Verbindung mit dem aktuellen Opera 9.5 dem iPhone kaum mehr nachsteht.

Ich schreibe das alles, weil mein Handyvertrag zum Jahresanfang ausläuft und ich auf der Pirsch nach einem neuen PDA-Phone bin, das ich mir per Verlängerung oder Neuvertrag zulegen möchte, auch wenn mir der XDA Orbit 2 eigentlich gute Dienste leistet. Bisher war der XDA Diamond Pro (die O2-Version des Touch Pro) mein Favorit, da er eine gut funktionierende QWERTZ-Tastatur und ein VGA-Display bei handlicher Größe bietet – beides Features, die ich mir für mein nächstes Gerät gewünscht habe. Aber nach dem Betrachten der beiden ausführlichen Hands-On-Videos von Generation-PhoneHouse.fr (Englische Version auf YouTube) und dem Münchner Mobile-Tech-Blogger Arne Hess auf the::unwired habe ich einen neuen Favoriten und verzichte sogar auf die Hardware-Tastatur, die ich mir schon so lange wünsche. Jetzt heißt es also abwarten bis das Gerät im November – zunächst exklusiv und ungebranded bei O2 – erscheint. Es ist das erste HTC-Gerät, das O2 nicht zu einem XDA umdesignt, vermutlich, weil es so schneller auf den Markt gebracht werden kann.

Drückt mir die Daumen, dass ich nicht enttäuscht werde und ich das Gerät schon im November in Händen halten kann!


Aug 20 2008

Zertifikate von Network Solutions auf dem PDA installieren

Mein Arbeitgeber betreibt einige Subdomains mit SSL-Verschlüsselung, z.B. für den Exchange-Zugriff. Um die Kosten für die dafür benötigten Zertifikate zu senken, wurde nun ein sogenanntes Wildcard-Zertifikat angeschafft, das für alle Subdomains gültig ist. Unser Aussteller bzw. Anbieter hierfür ist Network Solutions, wo so ein Zertifikat im Jahr ca. 440 US$ kostet – zum Vergleich: ein Zertifikat für eine einzelne Subdomain kostet mindestens 90 US$ pro Jahr.

Nun ist es so, dass dieses Wildcard-Zertifikat mit einer Kette von hierarchisch höher stehenden Zertifikaten abgesichert ist. Damit die Verschlüsselung vom Client, also zum Beispiel dem Browser, als gültig akzeptiert wird, müssen also die entsprechenden Zertifikate installiert sein. Welche genau das sind, findet man am einfachsten mit einem Webbrowser heraus, indem man eine abgesicherte Subdomain mit HTTPS aufruft und sich die Details der Zertifikats anzeigen lässt. Für die ganze Kette schreibt man sich die Seriennummern heraus, um später abzugleichen, welche Zertifikate genau installiert werden müssen, manchmal gibt es nämlich mehrere des gleichen Ausstellers.

Auf einem WinMo-Gerät sind die benötigten Zertifikate für Network Solutions nicht vorinstalliert. Falls man ActiveSync gegen einen entsprechend abgesicherten Exchange-Server einrichten möchte, wird der Sync-Vorgang mit einem Fehlercode 0x80072F0D abgebrochen. Man muss die Zertifikate also nachinstallieren.
Der Internet Explorer 7 hat alle benötigten Zertifikate bereits an Bord, ansonsten findet man alle Network Solutions-Zertifikate über einen Support-Artikel. Aus dem IE kann man sie auch im richtigen Format für den PDA (DER-codiert binär X.509, Endung .cer) exportieren. Die so erzeugten CER-Files dann einfach auf den PDA übertragen und dort über den DateiExplorer doppelklicken, sie werden installiert und schon kann man ohne Zertifikatswarnung auf die Wildcard-Zertifikate zugreifen und auch den Sync mit Exchange durchführen.


Aug 19 2008

Die Mafia regiert mit

Passend zum vorigen Eintrag: das SPON-Interview mit einem Mafia-Boss ließ mir kurz einen kalten Schauer den Rücken runterlaufen. Es ist gar nicht mal die Existenz der Mafia oder ihre Methoden als vielmehr die Selbstverständlichkeit, mit der über die Involvierung einiger unserer Politiker gesprochen wird. Vielleicht will sich der Capo nur wichtig machen, aber in Zeiten, in denen geklaute sensible Daten vermutlich wegen des großen Angebots nur noch für ‘n Appel und ‘n Ei verhökert werden können und ganz allgemein das Geldmachen um jeden Preis die erstrebenswerteste Tätigkeit zu sein scheint, ist das durchaus vorstellbar.

Ansonsten liest man nicht viel Neues: dass man die italienische Regierung als konkurrierende Organisation betrachtet, verwundert angesichts der Machenschaften Berlusconis nicht sonderlich. Dass die Moral eine große Rolle spielt, wusste man ebenfalls schon vorher. Letzteres spiegelt einfach ihr rechtskonservatives Denken wider, und ihren Anspruch, letztlich alle Lebensbereiche zu kontrollieren.

Leider habe ich die Sopranos nie verfolgt, daher kann ich nicht sagen, ob das für popkulturell Orientierte alles olle Kamellen sind, mich hats jedenfalls kurz zum Nachdenken angeregt, gerade auch im Hinblick auf die Diskussionen, die die Olympiade in Beijing ausgelöst haben.