Going for the money – ein Selbstversuch

Ich führte neulich eine längere Diskussion über Sinn und Unsinn von persönlichen Blogs, und während des Gesprächs kamen wir natürlich auch auf die finanzielle Verwertbarkeit eines solchen Tagebuchs. Mit basicthinking.de, dem ehemaligen Blog von Softwareentwickler Robert Basic, der selbiges im vergangenen Monat für über 40.000 Euro über ebay verkauft hat, und der zwischendurch mal Werbeeinkünfte von knapp 1.000 US$ pro Monat angegeben hatte, führte ich ein prominentes Beispiel an. Dort konnte man auch in insgesamt drei Umfragen unter Bloggern nachlesen, dass auch Andere kostendeckende bis erfreuliche Einnahmen erwirtschaften. Letzteres natürlich nur über „Erotik“ – wie singt man schon im Broadway-Musical: the Internet is for porn.

Nach dem Gespräch habe ich mal ein wenig recherchiert und auch endlich mal wieder meine eigenen Logfile-Statistiken angesehen, die mich dann doch ein wenig überrascht haben: angeblich habe ich etwa 22.000 Seitenaufrufe im Monat bei ca. 10.000 Besuchen. Natürlich sind da viele Suchroboter-Anfragen und RSS-Feed-Abonnements dabei, dennoch bin ich über die Zahl so erstaunt, dass ich sie näher untersuchen möchte, was mit der bisherigen Webalyzer-Lösung meines Hosters nur schwierig möglich ist.
Zu diesem Zwecke habe ich mich jetzt auch endlich mal Google Analytics angemeldet und mithilfe des Google Analytics for WordPress-Plugins hier eingebunden. Im nächsten Monat werde ich also schlauer sein, wer hier denn nun wirklich vorbeischaut. Natürlich wäre eine klassische Auswertung der Logfiles seriöser als die Einbindung von fremdgehosteten Zählpixeln, aber ich bin ja jetzt auch kein Unternehmen mit sensitiven Kundendaten. (Als ehemaliger Mitarbeiter eines solchen habe ich sogar mal die Auswahl eines Web-Analyse-Tools begleitet – dort wurden ASP-Dienstleister erst nach einigem Hin und Her aus der Auswahlliste gestrichen – ich war bestürzt, wie lange sich Marketing- und Kostenvorteile gegen Sicherheits- und Datenschutzaspekte behaupten konnten.)

Und um den Selbstversuch auch noch auf die Spitze zu treiben, werde ich Google AdSense-Anzeigen und Amazon-Partnerlinks einbauen. Ich möchte einfach mal wissen, was man mit einem wie ich glaube wenig gelesenen Blog so erzielen kann, wenn man sich etwas Mühe gibt. Dass ich dabei Leser vergraule, glaube ich gar nicht, schließlich habe ich ja selbst auch schon mal auf das gut funktionierende Firefox-Plugin AdBlock Plus hingewiesen, mit dessen Hilfe man die offensichtliche Werbung hier einfach ausblenden kann. Unterstützer nehmen natürlich mein Blog vom Blocker aus und klicken auch ab und zu mal auf einen Link… ;-)

Nebenbei, sich Mühe geben soll heißen, dass ich einige Überarbeitungen meiner bestehenden Artikel vornehme und außerdem versuche, etwas öfter zu schreiben. Letztlich also auch ein Mehrwert für Euch, so hoffe ich zumindest.

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4 Responses to “Going for the money – ein Selbstversuch”

  • Christoph Says:

    Ich habe Adblock auf Flycs.de deaktiviert, sehe bislang aber noch keine Werbung. Ich bin gespannt, welche Produkte AdSense für Deine Seite ermitteln wird. Hoffentlich leidet das schöne neue Theme nicht allzu sehr unter den Einblendungen …

  • Felix Says:

    @Christoph
    Die Anmeldung beim Google AdSense-Programm erfordert eine Überprüfung der Inhalte meiner Website, die bis zu einer Woche dauern kann. Bis dahin ist der Account nicht freigeschalten, daher auch noch keine Werbeeinblendungen. Das ging beim Amazon-Programm leichter.
    Ich bin auch gespannt, welcher Inserent die Keywords meiner Einträge gebucht hat, man kann ja nur begrenzt darauf Einfluss nehmen, welche Anzeigen erscheinen.
    Über das Layout mache ich mir weniger Sorgen, schließlich bleiben es erstmal Text-Werbungen. Da finde ich schlimmer, dass die Widgets in der rechten Spalte noch nicht sauber positioniert sind.

  • Robin Says:

    Bin auch gespannt was dir Google Analytics sagt. Wenn Du das Webalizer selber konfigurieren kannst, kriegst Du schon sehr nutzbare Daten daraus – Ich kann Dir meine Beispiele zeigen wenn’s Dir interesiert.

  • Felix Says:

    @Robin
    Ich habe das Gefühl, dass die meisten Hits durch den WordPress Blogroll hervorgerufen werden. Die Großzahl greift jedenfalls auf meinen RSS-Feed zu und der ist nicht in der Google Analytics-Statistik. Dazu müsste ich auch noch Feedburner verwenden, worauf ist erstmal noch verzichte. Für den heutigen Tag sind jedenfalls nur sieben Besucher verzeichnet, was ich für deutlich realistischer halte. Viele kommen übrigens über die Bildersuche (mit Keywords wie Sophie Hunger, Bar Anita auf Ibiza, Schwertransporter), ansonsten ist meine PSP-Tuning-Anleitung gefragt.

    Google Analytics ist ja stark auf Marketing zugeschnitten, ich erfahre da wohl mehr darüber, was sie auf meiner Seite machen, als wo sie herkommen. Vielleicht muss ich doch nochmal die Logfileauswertung machen, dann aber nicht Webalyzer, sondern AWStats.

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