Walking Man statt Roadrunner

Wie es halt so läuft im Leben läuft man viel im Leben. Und ich laufe seit neuestem vermehrt zum reinen Zeitvertreib. Also nicht ganz, denn ich verfolge damit ein paar kleinere Ziele, unter anderem, meine Kondition wieder etwas aufzubauen. Hintergrund: ich wurde von meinem Chef „genötigt“ (Mobbing!), am Firmentriathlon als Radfahrer teilzunehmen. Da gehts um einen internen Wettkampf mit der Muttergesellschaft und ich darf jetzt meine Kollegen nicht enttäuschen. Bin mal gespannt, wie ich mit diesem Druck zurechtkomme, zumal ich gar kein Rennrad besitze (wenn mir da jemand am 24. Juli aushelfen könnte, wäre ich sehr dankbar!).
Und dann ist da noch das Geburtstagsgeschenk von Fabi, der mich kurzerhand zum Training für den Münchenmarathon angemeldet hat. Das Ganze wird von Sport Ruscher durchgeführt und heute nehme ich zum ersten Mal am durch Trainer begleiteten Lauf teil. Davor graust mir auch schon, denn ich vermute, da sind konditionell ganz andere Kaliber am Start.
Einen ersten Testlauf mit ambitioniertem Tempo habe ich am Samstag absolviert, der ziemlich ernüchternd war: für mehr als 4,5 Kilometer hab ich keine Luft, und ich brauche trotzdem eine knappe halbe Stunde. Jetzt ist also intensives Aufbautraining angesagt.

Meßwerte auf der Strecke kann ich mir zwar nicht über den iPod ansagen lassen, wie es die werten Bloggerkollegen tun, da mir schlicht ein iPod fehlt und ich in Asics laufe, aber dafür habe ich mir jetzt ein Gadget für mein Handy besorgt: mit RunGPS kann ich meine Läufe per GPS mittracken lassen und anschließend auswerten und über die Community GPS-Sport.net veröffentlichen, wenn ich mag. Das Tool ist ziemlich umfangreich, man kann beispielsweise die Laufrouten im Vorfeld planen oder die anderer Nutzer nachlaufen. Dazu kann man sich die Strecken auf einer Karte einblenden lassen, oder die Richtungsänderungen wie bei einem Auto-Navi auch ansagen lassen. Die freundliche Damenstimme kann zudem Daten wie aktuelle Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, zurückgelegte und bevorstehende Streckenlänge etc. durchgeben.
Am Samstag ist dieses Trainingsprofil herausgekommen. Das ist nicht ganz meine Stammstrecke, die ich sonst – mit gemäßigtem Tempo – absolviere, denn da geht’s noch über die Reichenbachbrücke, statt schon auf der Wittelsbacherbrücke zu wenden.

Was der vollständigen Auswertung für Zuhause noch fehlt ist die Anbindung eines Pulsmessers ans Handy, da die meisten Brustgurte nicht per Bluetooth übermitteln, aber die Pulsdaten lassen sich in RunGPS importieren, wenn man eine Pulsuhr mit PC-Auswertmöglichkeit, oder zumindest diesen Logger hat. Der steht jetzt mal auf meiner Wunschliste. Oder alternativ der Brustgurt, der gerade von meiner Krankenkasse intensiv beworben wird.

Aber dass hier kein falscher Eindruck entsteht: ich bin keineswegs ein überaus ambitionierter Läufer, sondern einfach nur ein Gadget-Freak.

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One Response to “Walking Man statt Roadrunner”

  • FloSch Says:

    Nike-Schuhe brauchst du für das iPod-Gedöhns übrigens nicht, ich hab die meiste Strecke mit Adidas-Schuhen absolviert, ehe da zuerst ein d und dann einer der drei Streifen abfiel. Tobi meinte ja, dass Schuhe nicht für mehr als 1000km zu benutzen sind und die alten Adidas hatten wohl schon zu viele Kilometer runter ;)

    Viel Erfolg bei den anderen Läufen :)

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