PSP-Tuning (1): Firmware Flashing

So, hier also der erste brauchbare Artikel in der neuen Konsolenrubrik. Heute beschäftige ich mich mal mit der PSP und poste eine Anleitung, wie ich sie mit der Firmware 3.40 OE-A geflasht habe. Dazu habe ich den Update-Maker von Dark_AleX heruntergeladen, sowie die Original-Firmware 3.40 und die Original-Firmware 1.50. An dieser Stelle der obligatorische Hinweis, dass man bei diesem Vorgang seine PSP zerstören („bricken“; in einen Ziegelstein verwandeln) kann, wenn man nicht sorgfältig vorgeht. Ich übernehme natürlich keine Gewähr, sollte die Nachahmung nicht klappen. Die Garantie wird dabei vermutlich auch verfallen. Es ist aber wirklich einfach zu bewerkstelligen.

Zuerst nacheinander die beiden EBOOT.PBP aus den Original-Firmware-Downloads entpacken und nach 340.PBP bzw. 150.PBP umbenennen, dann den Update-Maker entpacken und die beiden PBP-Dateien in das Verzeichnis oeupdmaker verschieben. Auf dem MemoryStick über den USB-Modus ca. 60MB freien Platz schaffen und anschließend die beiden Verzeichnisse oeupdmaker und oeupdmaker% auf den MemoryStick in der PSP in das Verzeichnis PSPGAME kopieren. Über das PSP-Menü „Game“ -> „Memory Stick“ kann man den Update Maker starten, der die beiden Firmware-Versionen auf Echtheit prüft, kombiniert und ein paar Erweiterungen hinzufügt. Nach ca. 10 Minuten liegt in dem Verzeichnis eine ca. 18MB große Datei DATA.DXAR. Nun wieder im USB-Modus die Verzeichnisse 340oeflasher und 340oeflasher% ebenfalls nach PSPGAME kopieren und die DATA.DXAR auf dem Stick in das Verzeichnis 340oeflasher verschieben.

Jetzt braucht man nur noch mindestens 75% Batterieladung und schon kann man über das PSP-Menü den Flashvorgang wie ein Spiel vom MemoryStick starten. Nach einer Sicherheitsabfrage in rosa und wenigen Minuten Wartezeit wird man aufgefordert, die PSP neu zu starten. Fertig! Die vier kopierten Verzeichnisse kann man nun einfach wieder vom MemoryStick löschen.

Eines der vielen Features der OE-A Version ist, ohne großen Aufwand die Sicherheitskopien seiner UMDs direkt aus dem PSP-Menü zu starten. Dazu muss man sie lediglich auf den MemoryStick in ein Verzeichnis namens ISO (muss im Hauptverzeichnis liegen) kopieren. Sie kann außerdem mit komprimierten ISO-Files umgehen, und zwar sowohl mit dem CSO-Format, als auch mit dem DAX-Format (stammt ebenfalls von Dark_AleX). Da die Kompression verlustfrei ist, spart man Platz, ohne Zwischensequenzen oder Hintergrundmusik entfernen (nennt sich „rippen“) zu müssen. Um meine ISO-Dateien zu komprimieren, verwende ich das einfach zu bedienende Tool YACC (Link funktioniert bei mir nur im IE). Somit kann man seine Spiele ohne UMD-Transportproblem und ohne Wechselorgie in der PSP mitführen.

Meine Empfehlungen für gute PSP-Communities sind das PSP-Forum bei Maxconsole.net und das bei QJ.net. Auf den Beiträgen dort basiert diese Anleitung, und auch Teil 2 dieser Artikelserie stützt sich auf das Know-How dieser Foren: ich werde erläutern wie man das Menü und die Icons durch ein hübscheres Theme ersetzen kann. Später folgen noch Artikel zur ISO-Erstellung, zur Video-Konvertierung und wie man die Firmware 1.50 wieder herstellt, falls man die OE-A-Version wieder loswerden will (warum auch immer).

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3 Responses to “PSP-Tuning (1): Firmware Flashing”

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