Ibizenkische Impressionen

Okay, wieder ist ein beitragsloser Monat vergangen, in dem eigentlich viel passiert ist und viel zu sehen war. Deutschland wurde „Weltmeister der Herzen“, die Schwalbenkönige wurden Weltmeister, was ja nicht per se traurig macht, und ich habe mit meiner Liebsten einen sehr schönen Urlaub auf Ibiza verbracht.

Die Insel ist weniger Techno-versaut als befürchtet. Dennoch trifft man immer wieder auf Beatgehämmere, auch beim ansonsten romantischen Sonnenuntergang am abgeschiedenen Piratenturm…

Piratenturm bei Sant Antoni
Piratenturm bei Sant Antoni

Der Sonnenuntergang am Café del Mar ist übrigens überbewertet. Es gibt schönere Flecken, schönere Cafés, und die Hintergrundmusik kann man sich auch selber machen (siehe die einheimischen(!) Technokids weiter oben). Vielleicht sollte man sich das Spektakel trotzdem mal ansehen, der Skurrilität wegen. Eine halbe Stunde vor Untergang fallen Horden von Menschen ein, u.a. auch per Boot und Taxi, um sich dicht gedrängt eine hinter Wolken am Horizont verschwindende Sonne anzusehen und ein am Supermarkt nebenan gekauftes Bierchen (0,25L => „Löschzwerg“) zu zischen.

Schöner Sonnenuntergang
So ist der Sonnenuntergang einfach schöner als im Gedränge vorm Café del Mar.

Die Insel hat viele schöne Ecken (sprich Buchten, Klippen, mittelalterliche Bauten), ist aber nicht besonders groß, daher ist man selten allein und mehr als drei Tage Sightseeing ist mangels Attraktionen nicht sinnvoll.

Klippe im Nordosten
Der höchste Punkt im Nordosten von Ibiza

Wehrkirche in Sta. Eularia
Die größte Wehrkirche der Insel in Sta. Eularia

Wenn man den Rest der Zeit am Strand oder in schattigen Cafés verbringen mag, kommt man voll auf seine Kosten.

Bar Anita
Die in der Hippie-Zeit berühmte Bar Anita

Ein Mietwagen ist unbedingt empfehlenswert, um zu den schöneren Stränden zu gelangen, und mit ca. 25 Euro/Tag auch nicht besonders teuer. Das Nachtleben (bekannt durch Pacha und Privilege) haben wir nicht ausprobiert, dafür muss man einiges an Geld aufbringen: Clubeintritte um die 30 Euro sind die Regel, teilweise gehen auch dreistellige Beträge über die Theke – nur zum Betreten, wohlgemerkt.

Auch ansonsten ist das Gastro-Leben nicht viel billiger als in Deutschland, vom Kaffee mal abgesehen. Mit eigener Küche lässt sich aber günstig selbst kochen.
Sonnenaufgang
Sonnenaufgang hinter dem privaten Pool unserer Finca

Ich hab mich jedenfalls bestens erholt und gut Farbe bekommen.

Felix (lat.): der Glückliche

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